Am morgigen Samstag, den 4. Oktober, findet in Österreich der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Zwischen 12 und 13 Uhr werden landesweit die Alarmsirenen getestet. Gleichzeitig wird auch das Mobilfunkwarnsystem „AT-Alert“ überprüft.
Ablauf des Sirenentests
Der Sirenentest umfasst drei Signale, die in festgelegter Reihenfolge abgespielt werden:
- Warnung: Ein dreiminütiger Dauerton.
- Alarm: Ein einminütiger Ton mit auf- und abschwellender Lautstärke.
- Entwarnung: Ein einminütiger Dauerton.
Diese Signale dienen dazu, die Bevölkerung mit den akustischen Warnhinweisen vertraut zu machen und die Funktionsfähigkeit der Sirenen zu überprüfen.
AT-Alert: Warnungen direkt aufs Handy
Parallel zum Sirenentest wird das Mobilfunkwarnsystem „AT-Alert“ getestet. Dieses System basiert auf der Cell-Broadcast-Technologie und ermöglicht es, Warnmeldungen regional über Mobilfunkmasten an nahezu alle Handys in der Umgebung zu senden. Laut dem Forum Mobilkommunikation (FMK) können alle modernen Mobiltelefone diese Warnungen empfangen, auch wenn keine spezielle App installiert ist oder das Handy über eine Prepaid-Karte mit geringem Guthaben verfügt. Lediglich sehr alte Geräte aus den frühen 2000er-Jahren sind nicht kompatibel.
AT-Alert wird vor allem in Krisensituationen wie schweren Unwettern eingesetzt, um die Bevölkerung schnell und zuverlässig zu informieren. Die höchste Warnstufe wird dabei auch über das GSM-Netz (2G) ausgespielt, sodass die Übermittlung selbst bei schlechtem Empfang gewährleistet ist.
Einstellungen und Hinweise
Auf Smartphones mit aktuellen Betriebssystemen wie Android 11 oder iOS 17.4 können Nutzer einstellen, welche Warnstufen sie angezeigt bekommen möchten. Die höchste Alarmstufe ist jedoch nicht deaktivierbar. Warnmeldungen erscheinen direkt auf dem Display und werden von einem akustischen Signal begleitet, das auch bei lautlos gestellten Geräten ertönt.
Wer den Testalarm am Samstag vermeiden möchte, kann sein Handy während der Testzeit in den Flugmodus versetzen. Dadurch wird die Mobilfunkverbindung unterbrochen, und die Warnmeldungen werden nicht empfangen.
Hintergrund
Das Mobilfunkwarnsystem AT-Alert wurde erstmals 2024 getestet und hat sich seitdem als effektives Zivilschutzinstrument etabliert. Es ergänzt die traditionellen Sirenenwarnungen und bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die Bevölkerung in Notfällen zu erreichen.
Quelle: der Standard
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