Preishammer in Tirol: Bis zu 3,50 Euro für ein Glas Leitungswasser!

Preishammer in Tirol: Bis zu 3,50 Euro für ein Glas Leitungswasser!

Ein gemütliches Feierabendbier, ein erfrischender Spritzer oder ein Nachmittagskaffee – der Wirtshausbesuch wird immer mehr zum Luxus. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Tirol enthüllt nun einen besonders schockierenden Trend: Nicht nur die Getränkepreise explodieren, sondern immer mehr Wirte kassieren für einfaches Leitungswasser kräftig ab!

Schluss mit Gratis-Wasser

Die Zeiten, in denen ein Glas Wasser als kostenloses Service für den Gast galt, sind schnell vorbei, wie die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer berichten. Ihre Untersuchung im Herbst 2025, bei der 35 Betriebe in allen Bezirken unter die Lupe genommen wurden, liefert ein ernüchterndes Ergebnis. Mehr als die Hälfte der befragten Lokale – exakt 18 von 35 – verrechnen mittlerweile für Leitungswasser.

Die Preisspanne für die einst kostenlose Erfrischung ist dabei schwindelerregend. Laut der Studie zahlen Gäste zwischen 50 Cent und unglaublichen 3,50 Euro für einen halben Liter pures Leitungswasser. „Die Auswertung zeigt, dass die Durchschnittspreise der erhobenen Getränke im September 2025 um bis zu 8,8 Prozent erhöht wurden“, stellt die Arbeiterkammer fest.

Gefiltertes Wasser zum Premium-Preis

Um die hohen Kosten zu rechtfertigen, bieten einige Gastronomen gefiltertes Wasser an. „In fünf Wirtshäusern wird das Leitungswasser gefiltert“, merken die Konsumentenschützer an und fügen spitz hinzu: „Ob dies in Anbetracht der hervorragenden Tiroler Wasserqualität nötig ist, sei dahingestellt.“ Dieses „veredelte“ Wasser hat einen saftigen Preis und kostet bis zu 3,20 Euro pro halbem Liter.

Alkoholfreie Getränke als Preistreiber

Die Preiserhöhungen machen auch vor anderen Getränken nicht halt. Die Studie deckte auf, dass die Preise für alkoholische Getränke zwar im Rahmen der allgemeinen Inflationsrate von vier Prozent blieben, bei alkoholfreien Getränken die Preisschraube aber deutlich stärker angezogen wurde.

Laut den Erhebungen der Arbeiterkammer kostet ein kleines Cola (0,3l) mittlerweile durchschnittlich 3,75 Euro. Der Preis für ein Glas Apfelsaft (0,3l) stieg im Schnitt um 5,74 Prozent, während ein mit Leitungswasser aufgespritzter Apfelsaft sogar um satte 8,8 Prozent teurer wurde. Dieser Trend zeigt, dass gerade jene, die auf Alkohol verzichten, am tiefsten in die Tasche greifen müssen – eine überraschende Entwicklung für Gäste und Konsumentenschützer gleichermaßen.

Quellen: Arbeiterkammer, Kronen Zeitung

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