In Rankweil spielte sich im Frühjahr dieses Jahres ein ernstes Drama ab, das für eine junge Schülerin massive Folgen hat. Die 18-jährige Gymnasiastin hatte auf dem Mädchentoilette ihrer Schule einen Schriftzug mit einer Amok-Drohung hinterlassen – und löste damit einen Großeinsatz der Polizei aus, der nicht nur viel Aufregung, sondern auch hohe Kosten mit sich brachte. Laut Polizeibericht muss die Schülerin nun für den Einsatz stolze 4.092 Euro bezahlen (ORF Vorarlberg, 2025).
Kein Streich, sondern ernste Angelegenheit
Weder Schule noch Polizei nahmen die Drohung auf die leichte Schulter. Die Landespolizeidirektion Vorarlberg erklärte, dass es sich um eine ernste Straftat handelt, die Konsequenzen nach sich zieht. Die junge Frau zeigte sich zwar geständig, konnte aber kein nachvollziehbares Motiv für die Drohung nennen (Polizei Vorarlberg Pressemitteilung).
Dass solche Drohungen kein Spaß sind, unterstreicht auch die Behörde: „Amokdrohungen sind ernst zu nehmen und lösen immer aufwändige Einsätze aus“, hieß es. Neben der Forderung zur Übernahme der Einsatzkosten drohen der Schülerin daher auch gerichtliche Schritte (Heute.at, 2025).
Ein Paradebeispiel für die Folgen von falschen Alarmen
Der Polizei-Einsatz war umfangreich: Regel- und Sonderstreifen waren im Einsatz, Rettungsteams standen bereit, und sämtliche Schüler wurden befragt – alles, um sein Sicherheitsnetz zu spannen und eine echte Gefahr auszuschließen. Der Aufwand spiegelt sich auch in den Kosten wider, die der Schülerin nun in Rechnung gestellt wurden (Kurier, 2025).
Solche Fälle häufen sich nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, wo es schon mehrfach ähnliche Situationen gab. Dort mussten manche Jugendliche nach vergleichbaren falschen Amokdrohungen sogar Kosten von mehreren Tausend Euro bezahlen – teilweise sogar über 30.000 Euro, wie Berichte aus Hannover und Hamburg zeigen (Bild.de, 2023; Spiegel, 2023).
Polizei warnt eindringlich: Drohungen sind keine Kavaliersdelikte
Die Polizei mahnt klar, dass solche Drohungen keine bloßen Scherze sind. Wer sich daran beteiligt, riskiert nicht nur hohe finanzielle Belastungen, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen, die bis zu strafrechtlichen Verfahren und Bewährungsstrafen reichen können. Der Grund ist simpel: Jeder Einsatz bindet knappe Ressourcen und kostet Steuergeld, das sinnvoller hätte eingesetzt werden können (Puls24, 2025)
Quellen:
- ORF Vorarlberg: https://vorarlberg.orf.at/stories/3328551/
- Heute.at: https://www.heute.at/s/schuelerin-drohte-mit-amoklauf-jetzt-muss-sie-zahlen-120141613
- Polizei Vorarlberg Pressemitteilung
- Kurier: https://kurier.at/chronik/vorarlberg/schuelerin-amokdrohung-amokdrohung-strafe-schule-rankweil/403099740
- Bild.de: https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/instagram-post-schueler-muss-864-euro-fuer-amok-drohung-zahlen-72583530.bild.html
- Spiegel: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/hamburg-polizei-stellt-nach-fake-amoklauf-von-13-jaehrigem-45-000-euro-in-rechnung-a-ca13304b-2443-4a00-8837-983da3ee0607
- Puls24: https://www.puls24.at/news/chronik/schuelerin-muss-nach-amokdrohung-einsatzkosten-zahlen/447633
Credits: APA
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