Die Stimmung brodelt: Die Polizei erhebt sich gegen die Pläne der Regierung, den bereits vereinbarten Gehaltsabschluss für Beamte zu überarbeiten. Besonders bei der roten Polizeigewerkschaft unter der Führung von Hermann Greylinger sorgt das Vorhaben, die Gehaltserhöhung von knapp 4 % zu kippen, für massiven Unmut.
Hintergrund: Einigung unter Beschuss
Die türkis-grüne Vorgängerregierung hatte mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) eine Gehaltserhöhung beschlossen, die 0,3 Prozentpunkte über der Inflation liegt. Doch die aktuellen Staatsfinanzen, die laut Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) „krachend“ belastet sind, stellen diese Einigung infrage. Am Montag sollen Gespräche zwischen der Regierung und der GÖD stattfinden, um mögliche Änderungen zu diskutieren.
Polizei schlägt Alarm
Die Polizeigewerkschaft reagiert mit einer scharfen Resolution. Greylinger wird deutlich: „Für das jahrzehntelange Versagen der Politik sollen nun jene die Krot fressen, die am wenigsten dafür können.“ Sollte der Gehaltsabschluss tatsächlich aufgeschnürt werden, sieht er das Ende der Sozialpartnerschaft und warnt: „Gute Nacht, Arbeitgeber Staat!“
40.000 Beamte betroffen
Die Polizei ist innerhalb der GÖD eine gewichtige Gruppe. Mit rund 40.000 Beschäftigten im Sicherheitsbereich könnte ein Aufstand der Polizei weitreichende Folgen haben. Die Gewerkschaft zeigt sich kampfbereit und fordert die Regierung auf, ihre Pläne zu überdenken.
Credits: APA
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