Keir Starmer ist nicht mehr Premierminister Großbritanniens. Weniger als zwei Jahre nach seinem historischen Wahlsieg erklärte er am Montag vor der Downing Street seinen Rücktritt – und zieht damit die Konsequenzen aus einer der schnellsten politischen Erosionen in der britischen Nachkriegsgeschichte.
Rücktritt vor der Downing Street
Wie oe24 unter Berufung auf internationale Medienberichte berichtet, gab Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London seinen Rücktritt bekannt. Er ziehe damit die Konsequenzen aus den anhaltend schlechten Zustimmungswerten, sagte der Labour-Politiker. Wie ZDF heute berichtet, war Starmer im Juli 2024 ins Amt gewählt worden – nach dem historisch schwachen Abschneiden der Konservativen hatte Labour damals das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte eingefahren.
Absturz in Rekordtempo
Was folgte, war ein politischer Absturz in für britische Verhältnisse ungewöhnlichem Tempo. Wie ZDF heute schildert, hatte Starmer zuletzt mit mehreren Affären und einer empfindlichen Niederlage bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai 2026 zu kämpfen. Mindestens fünf Kabinettsmitglieder hatten ihn laut ZDF heute zum Rücktritt aufgefordert, fast 300 der 403 Labour-Abgeordneten sollen seinen Abgang verlangt haben. Mehrere Minister hatten bereits das Kabinett verlassen, um gegen seinen Führungsstil zu protestieren.
Burnham als entscheidender Faktor
Den letzten Anstoß lieferte laut oe24 sein parteiinterner Rivale Andy Burnham: Am Freitag gewann der bisherige Bürgermeister von Greater Manchester die Nachwahl im nordenglischen Wahlkreis Makerfield mit rund 55 Prozent der Stimmen, was ihm eine formale Kandidatur für den Parteivorsitz ermöglichte, wie ZDF heute berichtet. Burnham gilt laut ZDF als einer der beliebtesten Politiker Großbritanniens – und damit als klarer Favorit für die Nachfolge. Britische Medien hatten ihn bereits als wahrscheinlichen nächsten Premierminister gehandelt, warnten aber zugleich, auch er sei kein Heilsbringer für die tief gespaltene Labour-Partei.
Credits: Von © UK Parliament / Maria Unger – UK Parliament, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=148055089
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