Polit-Barometer: Babler bleibt Schlusslicht – Marterbauer fällt hinter Tanner und Bauer zurück

Polit-Barometer: Babler bleibt Schlusslicht – Marterbauer fällt hinter Tanner und Bauer zurück

Mehr Fans und trotzdem ein Absturz: Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat im aktuellen Polit-Barometer der Lazarsfeld Gesellschaft an Zustimmung gewonnen – und verliert dennoch zwei Plätze. Ganz hinten steht unverändert Andreas Babler. Vorne liegt wieder FPÖ-Chef Herbert Kickl.

Wie das Barometer funktioniert

Lazarsfeld fragt jeden Monat, welche Politiker positiv und welche negativ aufgefallen sind. Daraus ergibt sich ein Saldo: positive Nennungen minus negative. Für die aktuelle Welle wurden laut oe24 vom 19. bis 20. Oktober 1.000 Personen befragt. Gemessen wird also nicht, wen die Menschen wählen würden, sondern wer ihnen in den vergangenen Wochen wie aufgefallen ist. Ein hoher Bekanntheitsgrad kann deshalb sowohl die positiven als auch die negativen Werte nach oben treiben.

Marterbauer: Mehr Fans, noch mehr Kritiker

Genau das zeigt sich beim designierten Vizekanzler. 26 Prozent sehen Marterbauer positiv, zwei Punkte mehr als im Vormonat. Gleichzeitig ist er aber 37 Prozent negativ aufgefallen, ein Plus von vier Punkten. Sein Saldo verschlechtert sich dadurch auf minus 11, und er rutscht von Platz zwei auf Platz vier. Mit seinen 26 Prozent positiver Nennungen bleibt er dennoch mit Abstand das beliebteste Regierungsmitglied und liegt nicht weit hinter Kickl. Die Erklärung liegt nahe: Seit Marterbauer als Nachfolger Bablers feststeht, Krebsbehandlung und Budgetstreit inklusive, steht er deutlich häufiger im Rampenlicht.

Kickl stabil an der Spitze

An der Spitze tut sich wenig. Kickl führt mit einem Saldo von minus 6, nach minus 5 im Vormonat. Dahinter folgen zwei ÖVP-Ministerinnen: Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit minus 7 und Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer mit minus 10. Auf Platz fünf liegt mit Verkehrsminister Peter Hanke (minus 13) ein weiterer SPÖ-Minister, dahinter Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP, minus 16), Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ, minus 19), Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP, minus 19) und Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ, minus 20).

Die Parteichefs im Minus

Bei den Parteichefs sieht es düster aus. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kommt auf einen Saldo von minus 25, liegt bei den positiven Nennungen mit 19 Prozent aber auf Platz drei hinter Kickl und Marterbauer. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger landet mit minus 32 auf dem vorletzten Platz, noch hinter Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Bester NEOS-Politiker ist Bildungsminister Christoph Wiederkehr mit minus 24.

Babler: Minus 48

Ganz hinten steht wie schon in den Vormonaten Andreas Babler. Mit einem Saldo von minus 48 hat sich der Noch-Vizekanzler sogar noch einmal leicht verschlechtert, im Vormonat waren es minus 47. Babler soll das Vizekanzleramt Anfang 2027 an Marterbauer übergeben, den Parteivorsitz vergibt ein Parteitag im Frühjahr. Die SPÖ selbst kommt in den jüngsten Sonntagsfragen auf 12 bis 14 Prozent.

Credits: BKA_Christopher Dunker

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