Es rumort kräftig in der österreichischen Wirtschaft: Im zweiten Quartal 2025 meldeten satte 1.727 Unternehmen Insolvenz an – das sind 9,3 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein klares Signal, dass der wirtschaftliche Druck auf viele Firmen weiter wächst, wie die vorläufigen Daten der Statistik Austria zeigen.
Eine Pleite jagt die nächste
Die Zahl der Firmenpleiten hat sich also weiter nach oben geschraubt. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr sogar 3.522 Insolvenzen registriert, was einem Anstieg von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, berichtet der ORF. Damit hält die Pleitewelle weiter an – und das auf einem schon recht hohen Niveau.
Besonders betroffen: Finanzdienstleister, Handel und Bau
Wer besonders unter der Krise leidet? Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und sonstige Dienstleistungen mit 524 Insolvenzen, gefolgt vom Handel mit 274 und der Bauwirtschaft mit 265 Pleiten, berichtet meinbezirk.at. Diese Branchen scheinen die Turbulenzen der Wirtschaft besonders zu spüren.
Warum steigen die Insolvenzen?
Die Gründe für die steigenden Pleitezahlen sind vielfältig: Nachwirkungen der Pandemie, steigende Kosten durch Inflation und Energiepreise, aber auch Lieferkettenprobleme setzen viele Firmen unter Druck. Manche Experten warnen sogar vor einem „Insolvenz-Tsunami“, der noch nicht vorbei sei, so der Kurier.
Gibt es Licht am Ende des Tunnels?
Trotz der düsteren Zahlen gibt es auch positive Signale: Die Zahl der Neuregistrierungen von Unternehmen ist leicht zurückgegangen, was auf eine vorsichtigere Unternehmensgründung hindeutet, wie extrajournal.net berichtet. Das könnte heißen, dass Gründer erst mal abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Credits: APA
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