Ein Beben erschüttert eines der traditionsreichsten Wahrzeichen Wiens: Alfred Hudler, der Geschäftsführer der weltberühmten Spanischen Hofreitschule, wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Die Entscheidung fiel nach der Aufdeckung weiterer schwerwiegender Vorwürfe, die das Fass offenbar zum Überlaufen brachten.
„Gravierende Verfehlungen“ als Kündigungsgrund
Wie die Nachrichtenplattform oe24.at berichtet, informierte der Aufsichtsrat der Hofreitschule das zuständige Landwirtschafts- und Umweltministerium über die Notwendigkeit, Hudler zu entheben und zu entlassen. Als Begründung wurden „gravierende andere Verfehlungen“ genannt, die im Zuge der Prüfung bereits bekannter Verdachtsmomente aufgetaucht seien. Das Ministerium reagierte umgehend und beauftragte die interne Revision mit einer genauen Untersuchung der neuen Vorwürfe, wie es in einer offiziellen Aussendung heißt.
Spesen-Kritik und Untreue-Verdacht
Alfred Hudler, der sein Amt erst im Dezember 2022 antrat, stand schon seit Wochen massiv in der Kritik. Im Raum standen Vorwürfe bezüglich seiner Spesen- und Dienstreiseabrechnungen. Laut Medienberichten wurde bereits wegen des Verdachts der Untreue eine Anzeige gegen ihn erstattet, wobei es um einen möglichen Schaden von über 15.000 Euro gehen soll. Hudler selbst hatte die Anschuldigungen stets von sich gewiesen und im Juli in einer Stellungnahme betont, er sei sich „keines unkorrekten Verhaltens“ bewusst.
Suche nach Interimslösung läuft auf Hochtouren
Die plötzliche Entlassung reißt eine Lücke an der Spitze der renommierten Institution. Der Aufsichtsrat hat laut der Mitteilung bereits beschlossen, schnellstmöglich eine interimistische Führung zu bestellen. Noch vor dem 19. September soll ein neuer Geschäftsführer die Leitung übernehmen und wieder Ruhe in die aufgewühlte Hofreitschule bringen. Welche neuen Details genau zur fristlosen Entlassung führten, wurde vorerst nicht bekannt gegeben.
Quelle: OE24.at
Credits: APA
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