Wie der ORF gegenüber der APA bestätigte, wird die Wahl des neuen Generaldirektors am 11. August 2026 stattfinden. Die Bestellung der weiteren ORF-Direktoren ist für den 24. September 2026 angesetzt. Derzeit führt Roland Weißmann das öffentlich-rechtliche Medienhaus. Weißmann, der 2021 mit 24 von 35 Stimmen gewählt wurde, hat sich bisher nicht entschieden, ob er erneut kandidieren wird.
Die Wahlmodalitäten
Um als Generaldirektor gewählt zu werden, benötigt ein Kandidat eine einfache Mehrheit im Stiftungsrat. Sollte es zu einem Stimmengleichstand kommen, entscheidet der Vorsitzende des Stiftungsrats, Heinz Lederer. Laut Gesetz sind die Mitglieder des Stiftungsrats unabhängig und weisungsfrei. Dennoch sind viele von ihnen in sogenannten „Freundeskreisen“ organisiert, um sich auszutauschen und auf Sitzungen vorzubereiten. Derzeit sind der SPÖ- und der ÖVP-Freundeskreis etwa gleich stark.
Weißmanns ungewisse Zukunft
Roland Weißmann, der seit 2021 an der Spitze des ORF steht, hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert, ob er für eine zweite Amtszeit kandidieren wird. Seine Entscheidung könnte maßgeblich von den politischen Mehrheiten im Stiftungsrat abhängen, die sich bis zur Wahl noch verschieben könnten.
Politische Brisanz
Die Wahl des ORF-Generaldirektors ist traditionell ein politisch aufgeladener Prozess. Die Zusammensetzung des Stiftungsrats spiegelt oft die politischen Kräfteverhältnisse wider, was die Wahl zu einem spannenden Ereignis macht. Beobachter erwarten, dass die kommenden Monate von intensiven Verhandlungen und strategischen Allianzen geprägt sein werden.
Quellen: oe2., APA.
Credits: APA
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