Die neue Bundesregierung von FPÖ und ÖVP steht noch gar nicht – und trotzdem trifft sie laut dem ÖGB schon eine gewisse Mitschuld an der nächsten dramatischen Teuerungswelle: „Sie wollen den Klimabonus abschaffen. Dadurch schlagen dann die hohen Kosten der CO2-Steuer auf alle durch, die Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas verbrauchen. „Das ist eine Steuererhöhung durch die Hintertür in der Höhe von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr“, erklärt Helene Schuberth, Bundesgeschäftsführerin des ÖGB.
Die Experten des ÖGB hätten nun kalkuliert, wie stark die Energiekosten heuer steigen werden: Pendler müssen rund 200 Euro mehr pro Jahr zahlen, und wer mit Heizölheizt, 450 Euro – also Pendler, die noch mit Öl ihr Eigenheim beheizen, müssten mit einer Mehrbelastung von 650 Euro im Jahr rechnen. Familien am Land wären noch stärker von dieser Maßnahme betroffen, warnt der ÖGB.
Und: „Die Erneuerbaren-Förderpauschaleu und der Erneuerbaren-Förderbeitrag, die in den Jahren 2022 und 2023 ausgesetzt wurden, werden wieder bei den Verbrauchern eingehoben. Zusätzlich wird die Strom- oder Gasrechnung aufgrund der höheren Netzentgelte steigen. Das sind die Gebühren, die für das Strom- und Gasnetz bezahlt werden müssen. Sie steigen um rund ein Fünftel, wobei es regional große Unterschiede gibt. Denn mit den Netzentgelten bezahlen die Kunden die Investitionen in den Ausbau der Netze. Was dabei ungerecht ist: Private Haushalte tragen über 40 Prozent der Netzkosten, obwohl sie nur für ein Viertel des Stromverbrauchs verantwortlich sind. Hier sind Änderungen notwendig“, sagt ÖGB-Expertin Angela Pfister.
Keine Erwähnung der gestoppten Gaslieferungen aus Russland
Was in der Analyse des ÖGB fehlt: Die Gaspreise steigen auch deshalb dramatisch an, da die Lieferungen aus Russland ausbleiben – auch deshalb, weil sich Österreichs schwarz-grüne Bundesregierung nicht um eine Einigung im Gas-Streit mit der russischen Firma Gazprom bemüht hat.
Und noch etwas haben die Gewerkschafter vergessen zu erwähnen: Auch die Wien Energie, die zu 100 % im Besitz der Stadt Wien ist, erhöht immer wieder die Preise – und bekanntlich wird die Stadt Wien von SPÖ und Neos regiert.
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