ÖVP reagiert auf Islam-Studie: „Österreich wird kein Kalifat“

ÖVP reagiert auf Islam-Studie: „Österreich wird kein Kalifat“

Eine neue Studie aus Wien zeigt: 41 Prozent der muslimischen Jugendlichen stellen islamische Vorschriften über das österreichische Gesetz. Die ÖVP reagiert mit einer klaren Ansage — und das Wort „Scharia“ fällt dabei mehrfach.

Was die Studie zeigt

Wie heute.at berichtet, hat eine neue Studie der Stadt Wien beunruhigende Einstellungen unter muslimischen Jugendlichen zutage gefördert. Demnach stimmen 41 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen der Aussage zu, dass die Vorschriften ihrer Religion über den österreichischen Gesetzen stehen. 46 Prozent gaben zudem an, bereit zu sein, „für die Verteidigung ihres Glaubens zu kämpfen und zu sterben.“ Ein Wert, der laut Experten weit über gelebte Religiosität hinausgeht und auf fundamentalistische Überzeugungen hindeutet.

Marchetti: „Wer zu uns kommt, muss sich anpassen“

ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti ließ in seiner Reaktion keinen Interpretationsspielraum offen. In einer Aussendung erklärte er laut heute.at: „Wenn 41 Prozent der jungen Muslime islamische Gebote über unsere Gesetze stellen, dann ist das ein Zustand, den wir nicht akzeptieren. Wer zu uns kommt, muss sich anpassen und Teil unserer Gesellschaft werden.“ Österreich sei ein liberaler Rechtsstaat, „in dem das Gesetz gilt und sicher nicht das Wort der Scharia.“

Den unmissverständlichsten Satz formulierte er so: „Österreich darf und wird kein Kalifat werden. Wer diese Grundsätze ablehnt, hat in unserem Land keinen Platz.“

Was die ÖVP konkret tun will

Marchetti verwies auf Maßnahmen seiner Partei in der Bundesregierung: verpflichtende Wertekurse, Sprachkurse sowie den Grundsatz, dass Integration nur gelingen könne, wenn Menschen die österreichischen Werte annehmen und einer Arbeit nachgehen. Innenminister Gerhard Karner sorge dafür, dass verurteilte Straftäter abgeschoben werden.

Was der Kontext zeigt

Die Studie knüpft an eine bereits bekannte Debatte an. Wie heute.at in einer parallelen Berichterstattung festhält, stellen muslimische Kinder an Wiens Pflichtschulen mit knapp 39 Prozent inzwischen die stärkste Glaubensgruppe. Zuvor hatte bereits der MOTRA-Monitor 2024/2025 für Deutschland ähnlich alarmierende Werte für junge Muslime gezeigt — mit fast jedem zweiten Befragten unter 40 Jahren, der entweder manifest islamistische oder latent islamismusaffine Einstellungen zeigt.

Credits: APA

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