Am Landesgericht Linz steht heute eine weitere spannende Verhandlung im Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger an. Der Politiker, begleitet von seinem Anwalt Michael Rohregger, erschien bereits am Morgen vor Gericht. Die Anspannung war ihm deutlich anzusehen, denn ab Mittag erwartet ihn eine intensive Befragung.
Der Fall: Postenschacher im Fokus
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Vorwurf des Amtsmissbrauchs. Wöginger und zwei Finanzbeamte sollen einen ÖVP-Bürgermeister aufgrund seiner Parteizugehörigkeit in den Vorstand des Finanzamts Braunau befördert haben. Ursprünglich war der Fall mit einer Diversion und einer Zahlung von rund 40.000 Euro abgeschlossen worden. Doch das Justizministerium unter der Leitung von Ministerin Anna Sporrer (SPÖ) entschied, den Fall neu aufzurollen.
Mitangeklagter Gewerkschafter packt aus
Bevor Wöginger selbst befragt wird, steht die Einvernahme eines mitangeklagten Gewerkschafters auf dem Programm. Dieser erklärte, dass die Bepunktungen in den Hearings „unter einem gewissen Zeitdruck“ erfolgt seien. Es sei schwierig, viele Bewerber in verschiedenen Aspekten zu bewerten, weshalb nicht jede Entscheidung „völlig zu Ende gedacht“ gewesen sei. Diese Aussage könnte für die Verteidigung von Bedeutung sein.
Wöginger und sein Anwalt: Ein Bild der Vorbereitung
Bereits beim Betreten des Gerichtsgebäudes zeigte sich Wöginger in intensiven Gesprächen mit seinem Anwalt. Die beiden wirkten fokussiert und entschlossen, sich den Vorwürfen zu stellen. Der Prozessverlauf wird zeigen, ob die Strategie der Verteidigung aufgeht.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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