Österreichs Teuerung: Familien zahlen bis zu 10.000 Euro mehr pro Jahr

Österreichs Teuerung: Familien zahlen bis zu 10.000 Euro mehr pro Jahr

Die aktuellen Daten zur Preisentwicklung zeigen erhebliche finanzielle Mehrbelastungen für Haushalte in Österreich. Eine Analyse auf Basis von Angaben der Arbeiterkammer (AK) und oe24.at verdeutlicht das Ausmaß der Kostensteigerungen seit Beginn der Inflationskrise.

10.000 Euro Mehrkosten bei Familien

Laut AK-Experte Daniel Witzani-Haim benötigte eine vierköpfige Familie 2021 monatlich etwa 3.756 Euro für ein „bescheidenes, aber angemessenes“ Leben. Im Jahr 2025 liegt dieser Wert bei 4.577 Euro pro Monat, das entspricht einem Plus von 821 Euro. Hochgerechnet auf das Jahr ergibt das zusätzliche Kosten von rund 9.864 Euro, also fast 10.000 Euro. Die Ausgaben für diese Familiengruppe stiegen damit seit 2022 um 22 Prozent (Quelle: oe24.at).

Steigende Belastung für Alleinerziehende

Auch Alleinerziehende sind laut AK besonders betroffen. Das monatliche Referenzbudget für einen Elternteil mit einem siebenjährigen Kind lag 2021 bei 2.268 Euro und stieg bis 2025 auf 2.771 Euro. Das entspricht einer Steigerung um rund 500 Euro pro Monat beziehungsweise 6.000 Euro jährlich. Alleinerziehende verzeichneten zudem im vergangenen Jahr einen Kostenanstieg um 3 Prozent (1.056 Euro/Jahr).

Wohn- und Energiekosten als Haupttreiber

Die AK nennt die gestiegenen Wohn- und Energiekosten als Hauptursachen der Mehrbelastung: Seit August 2021 haben sich diese Posten um 35 Prozent verteuert. Dadurch steigt der Anteil der Fixkosten am Haushaltsbudget deutlich an.

Preissteigerungen bei Lebensmitteln

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden laut AK zwischen 2021 und 2025 um 32 Prozent teurer. Besonders stark fiel der Preisanstieg bei günstigen Lebensmitteln aus, auf die insbesondere einkommensschwächere Haushalte angewiesen sind – sie verteuerten sich um 58 Prozent (Quelle: AK Preismonitor).

Mindeststandard zunehmend schwer erreichbar

Die „Referenzbudgets“ der Schuldnerberatungen, wie sie AK-Experte Witzani-Haim verwendet hat, definieren das finanzielle Minimum für ein angemessenes Leben. Steigende Kosten in praktisch allen Lebensbereichen haben dazu geführt, dass immer mehr Haushalte Mühe haben, diesen Mindeststandard zu erreichen.

Zusammenfassend zeigen die aktuellen Analysen der Arbeiterkammer und oe24.at, dass die Teuerung in Österreich nach wie vor eine große Herausforderung für Familien und Alleinerziehende darstellt. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigen Einkommen und hohem Anteil an Fixkosten.

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