Österreich strebt EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren an

Österreich strebt EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren an

Österreich setzt sich gemeinsam mit Frankreich und Dänemark für ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren ein. Ziel der Initiative ist es, Kinder besser vor den Risiken und dem Einfluss sozialer Netzwerke zu schützen. Die österreichische Bundesregierung verweist auf die zunehmende Bildschirmzeit junger Menschen.

Durchschnittliche Nutzungsdauer und politische Reaktion

Wie die Kleine Zeitung berichtet, betonte Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) am Freitag in Brüssel die Bedeutung des Themas. Laut Pröll verbringen Jugendliche durchschnittlich rund sieben Stunden pro Tag auf Social-Media-Plattformen. Dies sei Anlass genug, um über weitergehende Regulierungen im Bereich Jugendschutz nachzudenken. Österreich, Frankreich und Dänemark wollen diesbezüglich auf europäischer Ebene eine Vorreiterrolle einnehmen.

Diskussion über Altersgrenzen auf EU-Ebene

Die Einführung von Mindestaltersgrenzen für Social Media wird bereits in verschiedenen EU-Gremien behandelt. Beim EU-Gipfel Ende Oktober hatten sich die Staats- und Regierungschefs für stärkeren Jugendschutz im digitalen Raum ausgesprochen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, wurde dabei explizit ein Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien diskutiert. Das Europäische Parlament spricht sich für eine Altersgrenze von 13 Jahren für Social-Media-Plattformen, Videodienste und virtuelle KI-Freunde aus. Die EU-Kommission wurde beauftragt, bis Ende 2026 eine entsprechende Empfehlung oder Regelung zu erarbeiten.

Digitale Souveränität und übergeordnete Zielsetzungen

Im Rahmen der aktuellen Debatte geht es laut Staatssekretär Pröll auch um die digitale Souveränität Europas. Er betonte die Notwendigkeit, europäische Unabhängigkeit und Selbstbestimmung im digitalen Raum zu stärken und Abhängigkeiten von internationalen Technologieunternehmen zu verringern. Die Initiative zum Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 ist damit Teil einer umfassenderen europäischen Digitalstrategie.

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