Moskau – Ein ungewöhnliches Treffen sorgt derzeit für Gesprächsstoff in den internationalen Medien: Steve Witkoff, Sondergesandter von Ex-Präsident Donald Trump, hat sich in Moskau mit Wladimir Putin getroffen. Drei Stunden lang redeten die beiden, während im Hintergrund Donald Trump mit seinen jüngsten Ölpreis-Drohungen gegen Russland die Weltbühne aufmischt. Steht ein neuer „Ölpreiskrieg“ bevor?
Trump und Witkoff: Ein riskanter Deal in Moskau
Der US-Geschäftsmann Steve Witkoff, der als Trumps Sonderbeauftragter gilt, traf sich am 6. August 2025 im Kreml zu intensiven Gesprächen mit dem russischen Präsidenten. Laut Kreml-Aussagen waren die Gespräche „konstruktiv und nützlich“ – doch konkrete Ergebnisse blieben vorerst aus. Witkoff hatte bereits mehrfach mit Putin verhandelt und trägt angeblich Signale Trumps an den russischen Präsidenten weiter, um einen Frieden im Ukraine-Krieg zu forcieren Kremlin, The Guardian.
Die Ölpreis-Drohung: Trump setzt Putin unter Druck
Parallel zum Treffen schürt Donald Trump den Druck auf Russland massiv – und zwar mit seiner Drohung, Käufer von russischem Öl mit 100%igen Zöllen zu belegen. Trump sieht darin ein Mittel, um die russische Kriegsfinanzierung zu schwächen und Putin zu einem Ende des Ukraine-Krieges zu bewegen. „Wenn die Ölpreise weiter fallen, wird Putin keine andere Wahl haben“, sagte Trump, der auf einen weiteren Preisrutsch um 10 US-Dollar pro Barrel hofft, der die ohnehin angeschlagene russische Wirtschaft weiter ausbluten lässt CNN, Reuters.
Ölpreis als Druckmittel: Chance oder Brandbeschleuniger?
Russlands Einnahmen aus Öl-Exporten sind in den letzten Jahren bereits deutlich gesunken – von 189 Milliarden US-Dollar 2024 auf prognostizierte 163 Milliarden in diesem Jahr. Die Sanktionen und Trumps aggressive Drohungen könnten diesen Trend weiter verschärfen und Putin finanziell in die Knie zwingen The Guardian.
Doch die Rechnung hat einen Haken: Länder wie China und Indien, die zu den größten Abnehmern russischen Öls zählen, zeigen sich wenig beeindruckt von Trumps Warnungen und wollen ihre Einkäufe fortsetzen. Das schwächt die Wirkung der Sanktionen und könnte den Konflikt eher verlängern als beenden NY Times.
Fazit: Ein riskantes Spiel mit offenem Ausgang
Steve Witkoffs Treffen mit Putin und Trumps gleichzeitige Ölpreis-Drohungen sind Teil eines strategischen Schachspiels, das nicht nur die Zukunft des Ukraine-Kriegs, sondern auch die globale Energieversorgung beeinflussen könnte. Ob dieser Druck auf Putin zu einem raschen Friedensschluss führt oder die Spannungen weiter eskalieren, bleibt abzuwarten. Klar ist: Trump setzt auf den Ölpreis als mächtiges Druckmittel – und die Welt schaut gespannt zu.
Credits: APA
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