Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen weiter zu: Nordkorea hat erneut mehrere ballistische Raketen abgefeuert. Wie das südkoreanische Militär berichtet, landeten die Geschosse im Japanischen Meer, auch bekannt als Ostmeer. Die Raketen legten eine Strecke von etwa 240 Kilometern zurück, so die Nachrichtenagentur Yonhap.
Doppelschlag aus Pjöngjang
Doch damit nicht genug: Nur wenige Stunden später folgte ein weiterer Raketentest. Details zum Typ der Rakete sind bislang unklar, doch die Botschaft aus Pjöngjang ist eindeutig – eine klare Provokation. Bereits am Vortag hatte Nordkorea ein weiteres Geschoss getestet, das Berichten zufolge jedoch scheiterte.
UNO-Resolutionen ignoriert
Nordkorea verstößt mit diesen Tests erneut gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats, die dem Land den Abschuss ballistischer Raketen untersagen. Doch Pjöngjang zeigt sich unbeeindruckt. Ein hochrangiger Beamter des nordkoreanischen Außenministeriums erklärte, Südkorea bleibe der „Feind“ seines Landes. Diese Haltung steht im krassen Gegensatz zu den jüngsten Versöhnungssignalen aus Seoul.
Südkorea reagiert mit Krisensitzung
Das südkoreanische Präsidialamt verurteilte die Tests scharf und berief eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein. Präsident Lee Jae-myung, der seit seinem Amtsantritt 2025 auf eine Entspannung der Beziehungen setzt, forderte Nordkorea auf, die „Provokationen“ einzustellen.
Militärmanöver als Auslöser?
Die Raketenstarts fallen zeitlich mit einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas zusammen. Pjöngjang bezeichnet diese Übungen regelmäßig als „Generalprobe“ für einen Angriff. Die jüngsten Drohungen aus Nordkorea, es werde „schreckliche Konsequenzen“ geben, scheinen nun Realität zu werden.
Ein Land im Dauerkriegszustand
Seit dem Korea-Krieg (1950–1953) befinden sich Nord- und Südkorea formal im Kriegszustand. Ein Friedensvertrag wurde nie geschlossen. Während Nordkorea weiterhin auf militärische Stärke setzt, bemüht sich Südkorea um Diplomatie – bislang ohne Erfolg.
Quellen: exxpress.at, dw.com, zeit.de, rhein-zeitung.de, deutschlandfunk.de, krone.at
Credits: APA
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