Nord-Stream-Sabotage: Ukrainischer Geheimagent als Drahtzieher enttarnt!

Nord-Stream-Sabotage: Ukrainischer Geheimagent als Drahtzieher enttarnt!

Der mutmaßliche Drahtzieher der Nord-Stream-Sabotage, der Ukrainer Serhii K. (49), wurde in Italien festgenommen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, schlugen Polizisten in San Clemente nahe Rimini zu, als K. gerade seinen Sohn zur Universität begleitete. Die Ermittler hatten ihn durch die Nutzung seines ukrainischen Passes aufgespürt – ein fataler Fehler des Verdächtigen.

Nach monatelanger Fahndung sitzt K. nun in Riccione in Haft. Ein Gericht in Bologna wird über seine Auslieferung nach Deutschland entscheiden, wo ihm bis zu 15 Jahre Haft wegen Sabotage und Zerstörung kritischer Infrastruktur drohen.

Geheimagent mit brisanter Vergangenheit

Serhii K. ist kein Unbekannter. Laut Bild.de war er Hauptmann in der ukrainischen Armee und arbeitete zuvor für den Geheimdienst SBU. In den ersten Kriegsmonaten 2022 führte er eine Eliteeinheit zur Luftverteidigung. Doch im Mai 2022 erhielt er einen heiklen Auftrag: Gemeinsam mit Soldaten und zivilen Tauchern sollte er die Nord-Stream-Pipeline sabotieren – ein Projekt im Wert von 20 Milliarden Dollar, das russisches Gas nach Europa transportierte.

Operation „Diameter“: Ein Plan mit Folgen

Der Plan zur Sabotage, genannt „Operation Diameter“, wurde laut Bild.de bei einem Trinkgelage hochrangiger ukrainischer Offiziere geschmiedet. Überwacht wurde die Mission vom damaligen Armeechef Valerij Saluschnyj. Präsident Wolodymyr Selenskyj soll später davon erfahren haben und – auf Druck aus Washington – den Abbruch angeordnet haben. Doch das Kommando setzte die Mission fort. Am 26. September 2022 wurden die Pipelines durch Explosionen schwer beschädigt.

Internationale Ermittlungen laufen weiter

Mit der Festnahme von Serhii K. ist ein wichtiger Erfolg erzielt worden, doch die Ermittlungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Wie Bild.de berichtet, suchen internationale Fahnder, darunter auch deutsche Ermittler, weiterhin nach weiteren Mitgliedern des Sabotagekommandos. Es wird vermutet, dass sich einige der Täter im Umfeld von K. in Italien aufhalten könnten.

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