Norbert Hofer: Rückzug aus der Landespolitik?

Norbert Hofer: Rückzug aus der Landespolitik?

Norbert Hofer, ehemaliger FPÖ-Bundesparteiobmann und derzeitiger Klubobmann im burgenländischen Landtag, sorgt mit Überlegungen zu einem möglichen Rückzug aus der Landespolitik für Aufsehen. Wie er gegenüber der APA erklärte, will er bis Jahresende über seine politische Zukunft entscheiden. Angebote aus der Privatwirtschaft liegen bereits vor, und Hofer betonte, dass er auch in Zukunft politisch aktiv bleiben und die Freiheitlichen unterstützen werde.

Kritik an Rot-Grün und die Suche nach neuen Herausforderungen

Hofer, der sich als jemand beschreibt, der stets nach neuen Herausforderungen sucht, äußerte scharfe Kritik an der aktuellen Landesregierung. „Wenn Rot-Grün so weitermachen, ist das Land kaputt. Ich kann mir das nicht länger anschauen“, sagte er laut APA. Die Debatten um das Landesbudget hätten ihn zusätzlich in seiner Überlegung bestärkt, sich aus der Landespolitik zurückzuziehen. Als Klubobmann sei es ihm gesetzlich untersagt, in der Wirtschaft tätig zu sein, was ihn vor eine Entscheidung stelle.

Angebote aus der Privatwirtschaft

Wie der „Kurier“ berichtet, denkt Hofer schon länger über einen Wechsel nach. Er habe konkrete Angebote aus der Privatwirtschaft, die ihn reizen würden. Sollte er sich für diesen Schritt entscheiden, könnte er sein Amt als Klubobmann nicht weiterführen. Ob er weiterhin als Landtagsabgeordneter tätig bleibt, ließ er offen. Auch die „Salzburger Nachrichten“ bestätigen, dass Hofer sich eine berufliche Neuorientierung vorstellen kann, ohne jedoch die Politik vollständig aufzugeben.

Ein Blick in die Zukunft

Hofer betonte, dass ein Rückzug aus der Landespolitik nicht das Ende seiner politischen Karriere bedeuten würde. „Es ist kein Abschied aus der Politik, ich werde immer politisch aktiv sein für das Burgenland“, erklärte er. Auch ein mögliches Antreten bei der Bundespräsidentenwahl 2028 schloss er nicht aus, wie die „BVZ“ berichtet. Diese Entscheidung liege jedoch bei der FPÖ.

Die FPÖ im Burgenland

Die Freiheitlichen haben im Burgenland zuletzt starke Wahlergebnisse erzielt, darunter den ersten Platz bei der Nationalratswahl und den zweiten Platz bei der Landtagswahl. Hofer sieht die FPÖ gut aufgestellt, auch wenn er sich aus der ersten Reihe zurückziehen sollte. „Ich werde meiner Partei und meiner Linie treu bleiben und für jede Funktion zur Verfügung stehen – aber nur, wenn ich etwas verändern kann“, so Hofer abschließend.

Quellen: oe24.at, derstandard.at, bvz.at, kurier.at, sn.at
Credits: APA

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