Die Zukunft der Korneuburger Werft sorgt weiter für viel Gesprächsstoff. Nach dem Absturz des Signa-Immobilienimperiums stand das riesige Grundstück an der Donau lange auf der Kippe. Nun greift ein überraschender neuer Player nach den Sternen und will das Ufer komplett verwandeln.
Ein globaler Campus an der Donau
Vergessen Sie die alten Luxuswohnungen. Die Londoner NGO „International Communities Organisation“ (ICO) hat ein Auge auf dieses erstklassige Grundstück geworfen. Wie oe24.at berichtet, plant die Organisation, direkt am Wasser einen riesigen internationalen Bildungscampus zu errichten.
Wir sprechen hier von einem offenen Hochschulzentrum für bis zu 800 Studierende, das sich über rund 46.500 Quadratmeter erstreckt. Die ambitionierten Pläne umfassen moderne Hörsäle, komfortable Studentenwohnheime, belebte Büros sowie reichlich Freizeit- und Sportflächen. Auch eine Cafeteria und große Parkmöglichkeiten stehen auf der Liste. Wenn alles nach der Vision der NGO läuft, könnte das gesamte Projekt bereits Anfang 2028 in vollem Glanz erstrahlen.
Was geschah mit den Signa-Milliarden?
Vielleicht erinnern Sie sich noch an die großen Versprechungen aus dem Jahr 2021. Damals wollte Signa satte 500 Millionen Euro in das Areal pumpen, um hochwertigen Lebensraum für 1400 bis 1700 Menschen zu schaffen. Diese Pläne sind nun endgültig Geschichte. Das gewaltige Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Immobilienriesen und der Stadt geriet nach der Pleite des Unternehmens völlig ins Stocken. Die Stadt zog sogar die Notbremse und verhängte in diesem Frühjahr eine Bausperre für die Halbinsel.
Die Stadt hält die Karten in der Hand
Wer bekommt am Ende also den Zuschlag für das begehrte Land? Die Stadtgemeinde Korneuburg mischt weiterhin kräftig mit. Wie die NÖN berichten, hat die lokale Regierung bereits im vergangenen September ein konkretes Kaufangebot für die Signa-Anteile vorgelegt. Um sich alle Optionen offenzuhalten, wurde dieses Angebot kürzlich bis Ende 2025 verlängert.
Bürgermeister Christian Gepp bestätigte bereits, dass die Gespräche mit der Londoner NGO laufen, die Stadt das Campus-Projekt aber derzeit noch ganz genau prüft. Der Gemeinderat wird bald eine schwere Entscheidung über den Kaufpreis und die Zukunft der Insel treffen müssen. Wird die Stadt das Land am Ende für sich selbst kaufen, oder übernehmen bald internationale Studierende die historischen Docks?
Quellen: oe24.at, noen.at, nachrichten.at
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