Die neuesten Daten der aktuellen Market-Umfrage sollten den Regierungsparteien in Österreich zu denken geben: FPÖ-Chef Herbert Kickl kommt bei der Kanzlerfrage auf 30 %, Christian Stocker (ÖVP) auf nur 13 %, Andreas Babler (SPÖ) auf zehn Prozent – und ist damit gleichauf mit Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Die neue Grünen-Chefin Leonore Gewessler würden nur 7 Prozent der Österreicher zur Kanzlerin wählen.
Könnte man den Bundeskanzler direkt wählen, käme FPÖ-Obmann Herbert Kickl derzeit bereits auf 30 Prozent der Stimmen – das ist der höchste Wert, den Kickl in den regelmäßigen Umfragen des Market-Instituts für den Standard bisher erreicht hat. Alle drei Parteichefs der Regierungsparteien kommen in der – theoretischen – Kanzlerfrage zusammen nur auf 33 Prozent.
Auch wenn der Wert des amtierenden Kanzlers Christian Stocker (13 %) ziemlich schlecht ist, so ist die aktuelle Beliebtheit des SPÖ-Bundesparteivorsitzenden eine Katastrophe: Trotz der vielen mit positiven News verknüpften Auftritte bei den Mainstream-Medien und im ORF und trotz 20 Medienmitarbeiter in seinem Büro und seinem Ministerium, die Andreas Babler stets positiv präsentieren sollen, kommt der Vizekanzler auf nur 10 Prozent – das ist ein politisches Debakel. Zum Vergleich: Seine Partei liegt bei den neuesten Umfragen deutlich besser, nämlich bei etwa 20 Prozent.
Auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ist nicht wirklich als Bundeskanzlerin erwünscht: Nur zehn Prozent der Befragten hätten die NEOS-Chefin gerne als Kanzlerin, was nach den Skandalfällen in ihrem Ministerium (Sado-Maso-Kanzler, Ukraine-Beauftragter, Steuergeld-Verschwendung in Syrien und Burkina Faso, etc.) nicht sehr verwundert.
Credit: APA
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