Neue Vorschrift beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel: Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat ein Verbot für LGBTQ-Fahnen auf der Bühne oder bei den Künstlern erlassen. Die EBU begründet die Entscheidung mit dem Wunsch, politische Botschaften zu vermeiden und die Neutralität des Wettbewerbs zu wahren.
Diese Regeländerung hat Kritik hervorgerufen, insbesondere von der LGBTQ+-Community und früheren ESC-Teilnehmern. Nemo, der nicht-binäre Gewinner des ESC 2024, äußerte sein Unverständnis über das Verbot und betonte die Bedeutung der Sichtbarkeit für LGBTQ+-Personen.
Während Künstlern das Zeigen von Pride-Flaggen untersagt ist, dürfen Zuschauer im Publikum weiterhin Symbole wie die Regenbogenflagge oder auch die palästinensische Flagge mitbringen, sofern sie den Schweizer Gesetzen entsprechen.
Österreich wird beim ESC 2025 von JJ vertreten, einem 23-jährigen Sänger mit österreichisch-philippinischen Wurzeln. JJ, alias Johannes Pietsch, kombiniert in seinem Beitrag „Wasted Love“ klassische Opernelemente mit modernen Popklängen. Der Song, den er gemeinsam mit Teodora Špirić und Thomas Thurner geschrieben hat, wurde am 6. März 2025 veröffentlicht.
JJ hat bereits Erfahrungen in der Musikszene gesammelt, unter anderem durch Auftritte bei „The Voice UK“ und der österreichischen Castingshow „Starmania“. Derzeit studiert er klassischen Gesang an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und ist als Countertenor an der Wiener Staatsoper tätig.
Mit seiner gefühlvollen Darbietung in der zweiten Halbfinalrunde konnte JJ das Publikum begeistern und sich einen Platz im Finale sichern. Sein minimalistischer Auftritt, unterstützt durch eine stimmungsvolle Lichtinszenierung, hebt sich von den üblichen ESC-Shows ab und hat ihm bereits eine Favoritenrolle bei den Buchmachern eingebracht.
Das ESC-Finale findet am morgigen Samstag, den 17. Mai 2025, in der St. Jakobshalle in Basel statt. JJ wird dort mit „Wasted Love“ für Österreich antreten und hofft, an die Erfolge von Udo Jürgens (1966) und Conchita Wurst (2014) anzuknüpfen.
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