Neue Eskalation: Iran sperrt Straße von Hormus wieder – Schweiz-Gespräche trotzdem geplant

Neue Eskalation: Iran sperrt Straße von Hormus wieder – Schweiz-Gespräche trotzdem geplant

Das gerade erst unterzeichnete Iran-Rahmenabkommen steht auf der Kippe: Teheran sperrte die Straße von Hormus erneut – als Reaktion auf andauernde israelische Angriffe im Südlibanon, wo allein am Samstag mehr als 20 Menschen getötet wurden.

Hormus wieder dicht

Das iranische Militärkommando ordnete am Samstag die erneute Schließung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr an, wie der ORF berichtet. Begründet wurde der Schritt mit den fortgesetzten israelischen Angriffen auf Stellungen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Diese Angriffe stellten eine Verletzung des erst am Mittwoch unterzeichneten Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges dar, hieß es aus Teheran. Die Schließung sei ein „erster Schritt“, weitere würden folgen, sollte die „Aggression“ anhalten, um den „Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen“, so das iranische Militärkommando laut ORF.

Waffenruhe auf dem Papier, Kämpfe in der Realität

Am Freitag war zusätzlich eine eigene Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah vereinbart worden – doch sie hielt von Beginn an nur bedingt, wie der ORF schildert. Die israelische Armee begründete ihre Samstagsangriffe auf Hisbollah-Stellungen damit, dass israelische Soldaten in der Nacht zuvor von der Miliz beschossen worden seien. Von der Hisbollah hieß es laut ORF, man werde sich zwar grundsätzlich an die Waffenruhe halten, aber jeden Versuch Israels, Territorium im Libanon zu erobern, bekämpfen. Israels Militär erklärte seinerseits, an der Waffenruhe festzuhalten, werde aber gegen jede Bedrohung seiner Streitkräfte vorgehen. Alle Angaben, so der ORF ausdrücklich, ließen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Über 20 Tote in Nabatija

Die menschlichen Kosten der fortgesetzten Kämpfe sind erheblich: Der Libanon meldete laut ORF mindestens 23 Tote. Allein in der Hisbollah-Hochburg Nabatija im Südlibanon wurden 16 Leichen geborgen.

Schweiz-Gespräche trotzdem weiter geplant

Trotz der erneuten Hormus-Sperre und der anhaltenden Kämpfe gibt es laut ORF Bewegung bei den Verhandlungen über die Ausgestaltung des Rahmenabkommens. Das ursprünglich für Freitag geplante Treffen in der Schweiz war kurzfristig abgesagt worden – mutmaßlich wegen der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah, so der ORF. US-Vizepräsident JD Vance teilte nun am Samstag mit, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner bereits in der Schweiz seien. Auch er selbst werde bald dorthin reisen. Laut dem iranischen Staatsfernsehen reist auch das iranische Verhandlungsteam in die Schweiz. Pakistan bestätigte laut ORF, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Sonntag in der Schweiz stattfinden werden – mit Vertretern aus Pakistan und Katar als Vermittler.

Credits: Wikipedia

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x