„Fürchtet euch nicht“: Kickl ruft in der Hofburg den Volkskanzler aus

„Fürchtet euch nicht“: Kickl ruft in der Hofburg den Volkskanzler aus

Die FPÖ hat ihr 70-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Wiener Hofburg gefeiert. Parteichef Herbert Kickl nutzte die Bühne für einen Rundumschlag – und ließ keinen Zweifel an seinem nächsten Ziel.

Von der Kleinstpartei zur Umfrage-Nummer-eins

Wie oe24 berichtet, gründete sich die FPÖ 1956 als Kleinstpartei zwischen den damaligen Großparteien ÖVP und SPÖ. 70 Jahre später ist sie in Umfragen mit über 30 Prozent die stärkste Kraft im Land – ein Wandel, den Kickl in seiner Festrede in der Hofburg als historische Erfolgsgeschichte zeichnete.

Europas Rechte zu Gast in Wien

Zum Festakt in der Hofburg kamen laut oe24 prominente Vertreter europäischer Rechtsparteien zusammen: darunter AfD-Chefin Alice Weidel sowie Geert Wilders aus den Niederlanden. Auch der frühere ungarische Ministerpräsident und heutige Fidesz-Parteichef Viktor Orbán war laut oe24 eingeladen; ob er tatsächlich erschienen ist, blieb zunächst unklar.

„Fanatischer Eifer“ – Kickl greift die Konkurrenz an

In seiner Festrede gab sich Kickl kämpferisch, wie oe24 schildert. „Ich habe immer daran geglaubt, dass wir das Zeug haben, die stärkste Kraft im Land zu sein“, erklärte er dem Publikum. Seine politischen Gegner warf er mit „fanatischem“ Eifer vor, gegen die FPÖ zu arbeiten. Die aktuellen Umfragewerte – ein neues Lazarsfeld-Hoch von 38 Prozent – nannte er laut oe24 ein „wunderbares Geburtstagsgeschenk“.

„Einfacher Stellvertreter“ mit großem Ziel

Auffällig war Kickls Selbstdarstellung: Er bezeichnete sich laut oe24 als „einfachen Stellvertreter“ der einfachen Parteimitglieder – eine Formulierung, die an Jörg Haider erinnert, der sich nach seiner Zeit als Obmann nur noch als „einfaches Parteimitglied“ bezeichnete. Gleichzeitig ließ Kickl keinen Zweifel daran, was er tatsächlich anstrebt: die Volkskanzlerschaft. Dieses Ziel bekräftigte er bereits im Jänner beim FPÖ-Neujahrstreffen in Klagenfurt, als er laut ORF erklärte: „2026 wird unser Jahr, weil wir den Systemwechsel und die Volkskanzlerschaft für die Bevölkerung durchziehen!“

„Homogenität und Identität“ als Gesellschaftsbild

Inhaltlich skizzierte Kickl laut oe24 „Homogenität und Identität“ auf Basis gemeinsam definierter Werte als sein gesellschaftspolitisches Leitbild. Er bezeichnete die FPÖ dabei als den „wahren Verfassungsschutz in Österreich“ – im Gegensatz zu allen anderen Parteien. Scharfe Kritik übte er auch an der EU, forderte mehr Souveränität für Österreich und rechnete mit dem Begriff der „liberalen Demokratie“ ab, den er als Kampfbegriff der „68er-Linken“ bezeichnete, der von „Scheinkonservativen“ übernommen worden sei.

Credits: Parlamentsdirektion /​ Thomas Topf

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