NEOS im Clinch: Schellhorn unter Beschuss aus den eigenen Reihen

NEOS im Clinch: Schellhorn unter Beschuss aus den eigenen Reihen

Die NEOS erleben derzeit starke interne Turbulenzen. Im Zentrum des Geschehens steht Sepp Schellhorn, Staatssekretär und ehemaliger Gastronom, der mit seiner Entbürokratisierungsinitiative für Aufsehen sorgt. Doch statt Applaus erntet er nun Kritik – und das auch aus den eigenen Reihen.

Schellhorns Pläne: Zu wenig oder zu viel?

Mit 113 Vorschlägen will Schellhorn Bürokratie abbauen und das Leben von Bürgern und Unternehmern erleichtern. Doch nicht alle sind begeistert. Der industrienahe Thinktank Agenda Austria kritisierte die Pläne als nicht weitreichend genug. Schellhorn konterte in einem Interview scharf: „Es gibt die sogenannten Experten der Agenda Austria, die aber in der Realpolitik noch nicht angekommen sind.“

Scherak schlägt zurück

Diese Aussage ließ Nikolaus Scherak, langjähriger NEOS-Abgeordneter, nicht unkommentiert. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) schrieb er: „Promovierte Wirtschaftswissenschaftler, mit Lehraufträgen an der Uni, als ‚sogenannte Experten‘ zu diffamieren, sollte man als Staatssekretär eigentlich nicht.“ Scherak, der seit 2013 im Nationalrat sitzt, gilt als Urgestein der Partei. Seine öffentliche Kritik an Schellhorn ist daher besonders brisant.

Ein tiefer Riss in der Partei?

Scherak, der sich bereits in der Vergangenheit gegen die Messenger-Überwachung stellte, scheint sich zunehmend von der Parteilinie zu distanzieren. Seine jüngste Kritik könnte ein Zeichen für tiefere Spannungen innerhalb der NEOS sein.

Quellen: oe24.at, Agenda Austria, X (ehemals Twitter)
Credits: APA

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