Am Freitag war es endlich soweit: Der neue „Marktraum“ am westlichen Ende des Wiener Naschmarkts wurde feierlich eröffnet. Mit 13 Ständen, die vor allem regionale Produkte anbieten und einer begrünten Dachterrasse soll die neue Halle frischen Wind in die Wiener Marktszene bringen. Doch nicht alle sind begeistert.
Ein teures Projekt mit viel Potenzial
Die Kosten für das Projekt, das auch Änderungen im Umfeld des Naschmarkts umfasst, belaufen sich auf satte 27 Millionen Euro. Zur Eröffnung waren unter anderem die für Märkte zuständige Stadträtin Bettina Emmerling und Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) anwesend. Die Stadt betonte, dass der Platz, auf dem der Marktraum steht, bereits bei der Eröffnung des Naschmarkts mit Marktständen versehen war – diese wurden jedoch 1972 abgerissen.
Kritik: „Autobahnraststätte“ und Proteste vor Ort
Die FPÖ ließ in einer Aussendung kein gutes Haar an dem neuen Gebäude und verglich es mit einer „Autobahnraststätte“. Auch eine kleine Gruppe von Anrainern protestierte vor Ort mit einem Transparent, auf dem zu lesen war: „Keinen Sima-Bobo-Kobel“. Bereits in der Vergangenheit hatten sich Bewohner der angrenzenden Bezirke gegen die Bebauung freier Flächen ausgesprochen.
Ein Ort für alle?
Neben den Geschäften bietet der Marktraum auch Platz für kleine Veranstaltungen im sogenannten „Markträumchen“. Allerdings wird die Halle nachts abgesperrt, ebenso wie die Dachterrasse. Ob der neue Marktraum die Herzen der Wienerinnen und Wiener erobern kann, bleibt abzuwarten.
Quellen: oe24.at, APA
Credits: APA
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