Die schlechten Nachrichten für Österreichs Geldbörsen reißen nicht ab: Nach einem turbulenten Jahr steht uns 2026 der nächste Kosten-Hammer bevor. Wie die Regulierungsbehörde E-Control in einem Verordnungsentwurf bekannt gab, explodieren die Netzkosten für Gas erneut. Im Schnitt müssen die Haushalte mit einem dramatischen Anstieg von 18,2 Prozent rechnen. Für viele bedeutet das: Heizen wird zum Luxus!
Bundesländer-Vergleich: Hier wird es besonders teuer
Die Erhöhungen treffen die Österreicher je nach Wohnort unterschiedlich hart. Besonders tief müssen die Kärntner in die Tasche greifen. Wie die OÖNachrichten vorrechnen, bedeutet das Plus von 35 Prozent für einen durchschnittlichen Haushalt jährliche Mehrkosten von rund 142 Euro. Das sind fast 12 Euro mehr pro Monat! Aber auch in anderen Bundesländern sieht es düster aus: In Niederösterreich klettern die Gasnetzentgelte um 30 Prozent, in der Steiermark um 27,7 Prozent und im Burgenland um 25 Prozent. Vergleichsweise glimpflich kommen die Oberösterreicher mit einem Anstieg von 6,5 Prozent davon, wie oe24.at berichtet.
Warum die Preise durch die Decke gehen
Die Gründe für die neuerliche Preis-Explosion sind vielschichtig. Einer der Hauptgründe, so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch im Gespräch mit der APA, ist der sinkende Gasverbrauch. Immer mehr Menschen steigen auf alternative Heizsysteme um, und die wärmeren Winter tun ihr Übriges. Die hohen Kosten für die Instandhaltung des Gasnetzes müssen somit auf immer weniger Verbraucher umgelegt werden – und das treibt die Preise für die verbliebenen Gaskunden in die Höhe.
Zusätzlich, so berichten es die OÖNachrichten, schlägt sich der Wegfall Russlands als Transitland nieder. Österreich bleibt auf den Kosten für die Pipelines sitzen, was die Netzentgelte weiter verteuert. Die E-Control will nun Druck auf die Netzbetreiber ausüben, das teure Gasnetz zu verkleinern. Ein schwieriges Unterfangen, denn es gibt nach wie vor eine gesetzliche Anschlusspflicht.
Düstere Aussichten für die Zukunft
Während es bei den Stromnetzgebühren eine leichte Entspannung gibt – hier wird wegen des Photovoltaik-Booms sogar ein „Sonnen-Rabatt“ eingeführt –, bleibt die Lage beim Gas angespannt. Experten warnen, dass der Ausstieg aus Gas die Netzentgelte auch in den kommenden Jahren weiter in die Höhe treiben wird. Wie die Tageszeitung Die Presse ergänzt, könnten auch EU-Pläne, bis Ende 2027 komplett auf russisches Gas zu verzichten, die Preise für Österreich weiter anheizen. Gasexpertin Carola Millgramm von der E-Control warnt davor, dass Binnenländer wie Österreich dadurch einen Wettbewerbsnachteil erleiden könnten. Für die Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Die Heizkosten-Spirale dreht sich weiter nach oben.
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