Nach Feuer-Drama und Klo-Chaos: Größter US-Flugzeugträger flüchtet nach Kroatien

Nach Feuer-Drama und Klo-Chaos: Größter US-Flugzeugträger flüchtet nach Kroatien

Es ist der absolute Stolz der amerikanischen Marine, doch im Moment hat der gigantische Koloss mit massiven Problemen zu kämpfen. Die „USS Gerald R. Ford“, der größte und modernste Flugzeugträger der Welt, nimmt nach einem gefährlichen Brand an Bord und monatelangen technischen Pannen nun Kurs auf Europa. Das Ziel: die Hafenstadt Split in Kroatien.

Brandkatastrophe fernab der Heimat


Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, brach das Feuer vor wenigen Wochen im Hauptwäschereibereich des Schiffes aus, als der Träger im Roten Meer kreuzte. Rund 200 Matrosen mussten wegen Rauchgasvergiftungen behandelt werden. Das Feuer wütete über Stunden und zerstörte die Schlafplätze von zahlreichen Besatzungsmitgliedern. Das Portal Naval News bestätigt, dass der Brand nicht auf feindlichen Beschuss zurückzuführen ist, sondern intern ausbrach. Einer der verletzten Seeleute musste laut Berichten sogar mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden, um an Land medizinisch versorgt zu werden.

Sanitäre Notlage zerrt an den Nerven


Als wäre das Feuer nicht schon schlimm genug, kämpft die Besatzung mit einem weiteren, äußerst unangenehmen Problem. Wie der Sender NPR berichtet, streikt das hochmoderne Vakuum-Toilettensystem an Bord des 13 Milliarden Dollar teuren Kriegsschiffes regelmäßig. Die rund 4.500 Männer und Frauen der Besatzung müssen sich oft mit verstopften Abflüssen und ausfallenden Sanitäranlagen herumschlagen. Die Stimmung an Bord soll nach weit über 260 Tagen auf See spürbar angespannt sein.

Erholung und Reparaturen an der Adria


Ursprünglich war der Flugzeugträger im Nahen Osten und im Karibischen Meer im Dauereinsatz. Unter anderem unterstützte das Schiff militärische Operationen für US-Präsident Donald Trump, die sich gegen Venezuela und den Iran richteten. Nun zwingen die massiven Schäden den Koloss zu einer Pause. Wie das österreichische Nachrichtenportal Exxpress meldet, verließ die „USS Gerald R. Ford“ kürzlich die Souda-Bucht auf der griechischen Insel Kreta, wo erste Notfallreparaturen durchgeführt wurden. Laut Militärkreisen steuert das Schiff nun direkt die Marinebasis Lora im kroatischen Split an. Dieser Stützpunkt verfügt über die nötige Spezialausrüstung, um die komplexen technischen Arbeiten an dem Carrier durchzuführen.

Die US-Marine hat den Stopp in Kroatien bisher noch nicht im Detail offiziell bestätigt. Doch für die erschöpfte Besatzung dürfte die europäische Küste nach den dramatischen Vorfällen auf hoher See ein dringend benötigter Zufluchtsort sein.

Quellen: Exxpress, Reuters, NPR, Naval News, Navy Times, Task & Purpose

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