Nach Ende der Waffenruhe: Russland startet Großangriff auf Kiew mit über 250 Drohnen

Nach Ende der Waffenruhe: Russland startet Großangriff auf Kiew mit über 250 Drohnen

Wenige Tage nach der von den USA vermittelten dreitägigen Feuerpause greift Russland die Ukraine erneut massiv an. Über der Hauptstadt Kiew wurden mehr als 250 Drohnen gezählt — und das ukrainische Militär warnt vor einer weiteren Eskalation.

Russland startete am Dienstag laut ukrainischem Militär und dem Geheimdienst HUR eine groß angelegte mehrstufige Offensive gegen die Ukraine. In einer ersten Welle wurden mehr als 250 Drohnen gezählt, die aus mehreren Richtungen gleichzeitig einflogen — besonders betroffen war die Hauptstadt Kiew. Aus der Stadt wurden mehrere Explosionen gemeldet, zivile Einrichtungen und Wohnhäuser wurden beschädigt, mindestens drei Menschen verletzt.

Laut Militärgeheimdienst HUR ist das aber erst der Beginn: Nach der Drohnenwelle seien Angriffe durch Marschflugkörper und ballistische Raketen zu erwarten. Als potenzielle Ziele gelten Energieanlagen, Krankenhäuser, militärische Einrichtungen und Regierungsgebäude.

Feuerpause war nur auf dem Papier

Das Timing ist politisch bemerkenswert. Erst wenige Tage zuvor, am 9. und 10. Mai, hatten beide Seiten im Rahmen einer von den USA vermittelten dreitägigen Waffenruhe eine Feuerpause angekündigt. Russland und die Ukraine warfen einander bereits während dieser Pause gegenseitig Verstöße vor. Jetzt folgt der nächste massive Angriff — während US-Präsident Trump gerade in Peking mit Xi Jinping über den Iran-Krieg und Handelsfragen verhandelt.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte nach den Angriffen rund um den 9. Mai bereits kommentiert, die russischen Luftschläge zeigten, dass Moskau es mit Waffenruhen nicht ernst meine.

Kiew schlägt zurück — Ölterminal in Flammen

Die Ukraine bleibt nicht passiv. Wie news.de berichtet, griff die ukrainische Armee in der Nacht auf den 13. Mai ein wichtiges Ölterminal an der russischen Schwarzmeerküste an — die Anlage stand danach in Flammen. Damit setzt Kiew seine Strategie fort, russische Energieinfrastruktur tief im Hinterland zu treffen und damit die Kriegsfinanzierung zu schwächen.

Credits: APA

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