Es ist ein Schlag für alle Schmuckfans und die Mitarbeiter: Die bekannte Modeschmuckkette Claire’s ist zum zweiten Mal innerhalb von sechs bis sieben Jahren insolvent. Dieses Mal trifft es nicht nur die USA, sondern auch viele Filialen in Deutschland und Österreich.
Wie alles begann – und wie es jetzt endet
Claire’s, einst ein boomender Einzelhändler für Modeschmuck und Accessoires, kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen. Das Unternehmen meldete am Wiener Handelsgericht offiziell ein Konkursverfahren an. Betroffen sind allein in Österreich 14 Filialen mit rund 70 Angestellten. Die Passiva belaufen sich auf etwa 729.000 Euro, wie der Alpenländische Kreditorenverband mitteilte Die Presse, Krone.
Auch in Deutschland stehen 22 Filialen auf der Kippe. Die Insolvenz zieht eine Welle der Unsicherheit nach sich. Viele Kunden fragen sich, was mit ihren Lieblingsgeschäften passiert, während Mitarbeiter um ihre Jobs bangen Der Westen, Ruhr24.
Ein Branchenumbruch trifft Claire’s hart
Die Gründe für die erneute Pleite liegen auf der Hand: Der Modeschmuckmarkt verändert sich radikal. Online-Shopping, veränderte Konsumgewohnheiten und die Konkurrenz durch günstigere Anbieter drücken auf die Margen. Laut Branchenexperten sind nicht nur Claire’s betroffen, sondern die ganze Schmuckbranche steckt im Umbruch. In Nordamerika sollen bis zu 1.300 Filialen geschlossen werden, was tausende Jobs bedroht Direct Selling Magazine.
In Frankreich wurde die Tochtergesellschaft ebenfalls in ein Insolvenzverfahren überführt, was zeigt, dass die Krise international ist FashionUnited.
Credits: APA
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