Die Reise von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) zur Klimakonferenz in Brasilien sorgt für heftige Diskussionen. Wie eine parlamentarische Anfrage der FPÖ enthüllte, kosteten allein die Flugtickets für den Minister und seine elfköpfige Delegation satte 34.714,21 Euro. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Luxusreise oder notwendige Teilnahme?
Die Klimakonferenz COP30 in Brasilien gilt als eine der wichtigsten internationalen Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz. Minister Totschnig verteidigte die Reise mit den Worten: „Es ist wichtig, dass wir bei den Verhandlungen dabei sind.“ Doch die Opposition sieht das anders. FPÖ-Umweltsprecher Thomas Spalt sprach gegenüber „oe24“ von einem „Skandal sondergleichen“. Besonders in Zeiten von Inflation und Budgetkrise sei eine solche Reise eine Provokation.
28 Tonnen CO2 für den Klimaschutz?
Die Reise war nicht nur teuer, sondern auch klimaschädlich. Laut dem Flugrechner von Climate Austria verursachte der Flug 28 Tonnen CO2. Zwar wurden 696,95 Euro für Kompensationsmaßnahmen gezahlt, doch Spalt bezeichnete dies als „modernen Ablasshandel“. „Die ÖVP kauft sich ein reines Gewissen, während die Bürger Verzicht üben sollen“, so der FPÖ-Politiker.
Kritik an der Delegation
Die elfköpfige Delegation, die den Minister begleitete, stieß ebenfalls auf Kritik. Laut „Heute“ betonte ein Sprecher des Ministers, dass es sich um die kleinste Delegation der letzten Jahre handelte. Dennoch bleibt unklar, wie hoch die Gesamtkosten der Reise tatsächlich waren, da eine Endabrechnung noch aussteht.
Doppelmoral oder notwendige Politik?
Während die Regierung von den Bürgern Sparsamkeit fordert, sorgt diese Reise für Unmut. „Wasser predigen und Wein trinken“, lautet der Vorwurf der Opposition.
Quellen: oe24.at, heute.at, krone.at
Credits: APA
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