Eine Familie, sieben Kinder und ein Datum, das für hitzige Diskussionen sorgt: Der 1. Januar. Wie „Heute“ berichtet, sorgt ein Mindestsicherungsfall in Wien für politischen Zündstoff.
Ein Datum, das Fragen aufwirft
Wie „Heute“ berichtet, sorgt eine neunköpfige Zuwanderer-Familie in Wien für Aufsehen. Die Familie bezieht monatlich rund 2.000 Euro an Mindestsicherung und Wohnbeihilfe – das sind über 20.000 Euro im Jahr. Doch nicht die Höhe der Unterstützung, sondern ein pikantes Detail sorgt für Diskussionen: Alle sieben Kinder der Familie haben denselben Geburtstag – den 1. Januar. Zufall? Wohl kaum, meinen Kritiker.
Laut einer Sprecherin der zuständigen MA 40 wird der 1. Januar als Geburtsdatum eingetragen, wenn keine offiziellen Dokumente vorliegen. Dies sei bei Flüchtlingen, die ihre Papiere auf der Flucht verloren haben, keine Seltenheit. Doch genau diese Praxis wird nun hinterfragt.
FPÖ wittert Sozialbetrug
Für Wiens FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss ist der Fall ein klarer Hinweis auf „massiven Sozialbetrug“. Gegenüber „Heute“ erklärte er: „Es drängt sich die Frage auf, ob es diese Personen überhaupt alle gibt. Während ehrliche Wiener jeden Cent zweimal umdrehen müssen, werden Millionen an illegale Zuwanderer verschenkt.“ Auch Nationalratsabgeordneter Maximilian Weinzierl sieht in der Wiener Mindestsicherung den „Pull-Faktor Nummer eins“ für Zuwanderung.
MA 40 verteidigt sich
Die zuständige Magistratsabteilung weist die Vorwürfe entschieden zurück. Auf Anfrage von „Heute“ erklärte eine Sprecherin: „Bei der Einreichung eines Antrags auf Mindestsicherung werden alle vorgelegten Daten überprüft und fehlende Angaben eingefordert.“ Die Prüfung der Geburtsdaten falle jedoch in den Zuständigkeitsbereich des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA).
Politischer Zündstoff
Der Fall kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Die Regierung arbeitet derzeit an einer Reform der Sozialhilfe. Ziel ist eine österreichweit einheitliche Regelung, die Missbrauch verhindern soll. Laut einer aktuellen Umfrage von „Heute“ befürworten 75 Prozent der Österreicher eine solche Reform. Doch bis konkrete Maßnahmen beschlossen werden, dürfte noch einige Zeit vergehen.
Quelle: heute.at
Credits: APA
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