Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat Österreich mehr als 347 Millionen Euro an staatlicher, finanzieller und humanitärer Hilfe bereitgestellt. Diese Summe umfasst nicht nur Unterstützung für die Ukraine selbst, sondern auch für angrenzende, besonders betroffene Staaten. Das Außenministerium unter der Leitung von Beate Meinl-Reisinger (Neos) hat diese Zahlen kürzlich offengelegt, wie die Tageszeitung Heute berichtet.
Aufteilung der Hilfsgelder
Ein zentraler Bestandteil der österreichischen Hilfe ist der Auslandskatastrophenfonds (AKF), der seit Februar 2022 rund 112,46 Millionen Euro an die Ukraine ausgezahlt hat. Der AKF wurde ursprünglich nach der Tsunami-Katastrophe 2004 eingerichtet, um schnell und unbürokratisch auf humanitäre Krisen reagieren zu können. Die Mittel fließen dabei ausschließlich an bewährte Partner wie die Vereinten Nationen und internationale NGOs, die strengen Transparenz- und Rechenschaftsstandards unterliegen.
Für das Jahr 2026 sind weitere drei Millionen Euro aus dem AKF vorgesehen. Diese Gelder sollen unter anderem an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), UNICEF und den UNHCR gehen. Geplant ist, damit Wohnhäuser winterfest zu machen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen sowie Heizsysteme zu reparieren.
Politische und gesellschaftliche Debatte
Die zusätzlichen Hilfsgelder stoßen jedoch nicht überall auf Zustimmung. Besonders die FPÖ kritisiert die Ausgaben scharf und fordert eine Volksbefragung zu weiteren Zahlungen. Laut einer Umfrage von Heute lehnen 58 Prozent der Befragten weitere finanzielle Unterstützung für die Ukraine ab. Selbst unter den Wählern der Neos, der Partei von Außenministerin Meinl-Reisinger, gibt es wachsende Skepsis.
Hilfe über die Ukraine hinaus
Österreichs humanitäre Hilfe beschränkt sich nicht nur auf die Ukraine. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 50 Millionen Euro aus dem AKF an andere Krisenregionen verteilt, darunter palästinensische Gebiete, Syrien, Afghanistan, Haiti sowie Länder in West- und Ostafrika. Diese Mittel wurden für den Bau von Notunterkünften, medizinische Versorgung und andere dringende Maßnahmen verwendet.
Credits: APA
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