Die Mietpreise in Wien haben einen neuen Höchststand erreicht. Laut einer Analyse der Immobilienplattform ImmoScout24 stiegen die Bruttomieten in der Hauptstadt um satte 10 Prozent auf durchschnittlich 21 Euro pro Quadratmeter. Damit ist Wien nicht nur Spitzenreiter in Österreich, sondern auch ein teures Pflaster für Wohnungssuchende.
Wien an der Spitze – Tirol und Salzburg dicht dahinter
Wie ImmoScout24 berichtet, folgen Tirol mit 20,9 Euro pro Quadratmeter (plus 5 Prozent) und Salzburg mit 19,9 Euro (plus 9 Prozent) dicht hinter Wien. Auch Vorarlberg gehört mit 19 Euro pro Quadratmeter (plus 6 Prozent) zu den teuersten Regionen. Im Gegensatz dazu bleibt das Burgenland mit 11,70 Euro pro Quadratmeter das günstigste Bundesland – hier sanken die Mietpreise sogar um 7 Prozent.
Durchschnittsmiete: 1.060 Euro für 70 Quadratmeter
Im österreichweiten Durchschnitt mussten Mieter für eine 70-Quadratmeter-Wohnung 1.060 Euro pro Monat aufbringen. In Wien lag dieser Wert mit 1.471 Euro deutlich darüber, während im Burgenland nur 820 Euro fällig wurden. Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich, kommentierte: „Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibt hoch, das Angebot schrumpft immerhin nicht weiter, sondern scheint vorübergehend eine Talsohle erreicht zu haben.“
Stabilisierung nach turbulenten Jahren
Die Analyse zeigt, dass sich der Markt nach den dramatischen Veränderungen der letzten Jahre stabilisiert hat. Während die Nachfrage von 2023 auf 2024 um 25 Prozent gestiegen war, blieb sie 2025 auf hohem Niveau konstant. Auch das Angebot an Mietwohnungen, das 2024 stark eingebrochen war, sank nur noch leicht.
Methodik der Analyse
Die Daten basieren auf rund 183.000 Wohnungsinseraten aus den ersten zehn Monaten der Jahre 2024 und 2025. Berücksichtigt wurden Bruttomieten, also Nettomieten plus Betriebskosten, jedoch ohne Heiz- und Stromkosten. Um Verzerrungen durch extreme Werte zu vermeiden, wurde der Median als statistische Kennzahl verwendet.
Quellen: ImmoScout24, exxpress.at
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