In der Landeshauptstadt Klagenfurt sorgt eine neue Regelung für reichlich Wirbel: Rathaus-Mitarbeiter sollen künftig einen Maulkorb tragen – zumindest im übertragenen Sinne. Gemeint ist eine strikte Kommunikationskontrolle, die interne Informationen und Äußerungen stark einschränkt. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, setzt die Stadtverwaltung auf sogenannte „Message-Control“, um nur noch gesteuerte Meldungen aus dem Rathaus nach außen dringen zu lassen (Krone).
„Message-Control“ statt freie Meinungsäußerung
Was sich zunächst wie ein bürokratischer Fachbegriff anhört, entpuppt sich als ein Kommunikationsverbot für die Mitarbeiter. Wer bisher ungefiltert Auskünfte gab oder auch Kritik äußerte, soll künftig zum Schweigen gebracht werden. Die Stadtverwaltung will damit verhindern, dass unkontrollierte Informationen die öffentliche Wahrnehmung der Stadt negativ beeinflussen. Ein klarer „Maulkorb“, der den Mitarbeitern auferlegt wird, um alle Botschaften genau zu steuern.
Kritik und Sorgen um Transparenz
Diese Maßnahme sorgt für Kritik von verschiedenen Seiten. Mitarbeiter fühlen sich in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt, und auch die Öffentlichkeit fragt sich, ob so noch eine transparente Verwaltung möglich ist. Klagenfurts Rathaus-Mitarbeiter sollen sich jetzt an eine strenge Kommunikationslinie halten, was in einem demokratischen Umfeld durchaus Fragen aufwirft.
Politische Beobachter warnen davor, dass solche Kontrollmechanismen das Vertrauen in die Stadtverwaltung untergraben könnten. Gerade in Zeiten, in denen Bürger mehr Offenheit und Information fordern, wirkt so ein „Maulkorb“ wie ein Rückschritt.
Quellen: krone.at
Credits: APA
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