Merz verliert sogar die eigene Basis: Neue Umfragen zeigen historischen Tiefpunkt

Merz verliert sogar die eigene Basis: Neue Umfragen zeigen historischen Tiefpunkt

Drei Wochen nach seinem Auftritt an der Seite von Selenskyj in Berlin — neues Rüstungspaket, Patriot-Raketen, Schlagzeilen — zeigen die Umfragen ein anderes Bild: Friedrich Merz ist so unbeliebt wie noch nie. Und diesmal kommt die Kritik aus den eigenen Reihen.

80 Prozent unzufrieden — historischer Tiefstwert

Das aktuelle RTL/ntv-Trendbarometer, erhoben vom Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 7. und 13. April 2026 unter 2.502 Befragten, ist eindeutig: Nur noch 18 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden — 80 Prozent hingegen nicht. Wie osna.live berichtet, ist das ein neuer Tiefpunkt und ein Rückgang von zwei Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche.

Parallel dazu zeigt eine Insa-Umfrage für die Bild am Sonntag vergleichbare Werte: 70 Prozent der Wahlberechtigten sind mit Merz unzufrieden, nur 21 Prozent zufrieden — auch das ein Allzeithoch, wie finanznachrichten.de berichtet. Insa-Chef Hermann Binkert wird dort mit einer klaren Einschätzung zitiert: Es sei unwahrscheinlich, dass es dem Kanzler und der Koalition gelinge, diesen Trend grundsätzlich zu drehen.

Jetzt kippt sogar die eigene Anhängerschaft

Besonders brisant ist ein Detail aus dem Forsa-Trendbarometer. Wie die Weltwoche berichtet, sind erstmals auch 52 Prozent der CDU/CSU-Anhänger mit der Arbeit von Merz unzufrieden. Bei früheren Unionswählern, die nicht mehr für CDU/CSU stimmen würden, fällt das Urteil noch schärfer aus: 86 Prozent zeigen sich unzufrieden. Auch im Lager des Koalitionspartners SPD sind 77 Prozent kritisch.

Die Gründe, die Unions-Anhänger nennen, sind laut osna.live aufschlussreich: 34 Prozent beklagen „vollmundige Ankündigungen ohne Folgen“, 24 Prozent vermissen Führungsstärke.

AfD überholt die Union

In den Parteipräferenzen schlägt sich das unmittelbar nieder. Laut dem aktuellen Forsa-Trendbarometer kommt die AfD auf 26 Prozent, die Union fällt auf 24 Prozent — ihr schlechtester Wert seit der Bundestagswahl. Die Grünen liegen bei 15 Prozent, die SPD bei 12 Prozent, die Linke bei 11 Prozent, die FDP bei 4 Prozent.

Nur 15 Prozent der Wahlberechtigten trauen der Union noch zu, die zentralen Herausforderungen des Landes zu meistern, wie die Weltwoche festhält.

International das Schlusslicht

Der internationale Vergleich ist noch ernüchternder. Wie die Hersfelder Zeitung unter Berufung auf eine Erhebung des US-Instituts Morning Consult berichtet, ist Merz Anfang April 2026 der unbeliebteste Regierungschef unter 24 untersuchten Demokratien — noch hinter Donald Trump (55 Prozent Ablehnung) und Recep Tayyip Erdogan (47 Prozent). Merz kommt auf 75 Prozent Unzufriedenheit. Forsa-Chef Manfred Güllner ordnet das gegenüber Euronews so ein: Für die große Unzufriedenheit sei nicht eine generelle Skepsis der Deutschen verantwortlich, sondern — so seine Einschätzung — ausschließlich die Person Merz selbst.


Credits: APA

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