Merz auf historischem Tief: AfD zieht mit der Union gleich

Merz auf historischem Tief: AfD zieht mit der Union gleich

Ein neues Umfrageergebnis sorgt für Aufsehen in Berlin: Friedrich Merz erreicht als Bundeskanzler die schlechtesten Zustimmungswerte seiner Amtszeit — und zugleich die schlechtesten, die das Forsa-Institut je für einen deutschen Regierungschef gemessen hat.

Die Zahlen: AfD und Union Seite an Seite

Wie das RTL/ntv-Trendbarometer vom 7. April 2026 zeigt, liegen CDU/CSU und AfD erstmals gleichauf bei je 26 Prozent. Die AfD gewann gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu. Hinter den beiden führenden Parteien folgen die Grünen mit 15 Prozent, die SPD mit 12 Prozent und die Linke mit 10 Prozent. FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht sind laut der von Forsa erhobenen Umfrage beide unter die Drei-Prozent-Marke gefallen und werden nicht mehr gesondert ausgewiesen.

Bemerkenswert ist auch der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen: Er liegt laut Recht und Politik mit 26 Prozent deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025, der bei 17,9 Prozent lag.

Merz schlechter als Scholz

Besonders markant ist der persönliche Absturz des Bundeskanzlers. Wie das Forsa-Trendbarometer zeigt, äußern sich nur noch 20 Prozent der Befragten zufrieden mit der Arbeit von Friedrich Merz — ein Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche und der niedrigste Wert, den Forsa für Merz seit seinem Amtsantritt je gemessen hat. 78 Prozent sind unzufrieden.

Damit liegt Merz auch deutlich unter dem bisherigen Negativrekord seines Vorgängers Olaf Scholz, der im Juli 2024 auf 23 Prozent Zufriedenheit abgesackt war. Selbst in der eigenen Wählerschaft ist die Zustimmung gespalten: Lediglich 57 Prozent der CDU/CSU-Anhänger zeigen sich mit dem Kanzler zufrieden, 42 Prozent hingegen unzufrieden.

Keine Partei überzeugt bei Problemlösungskompetenz

Auch bei der Frage, welcher Partei die Bürger am ehesten zutrauen, die Probleme Deutschlands zu lösen, ist das Bild ernüchternd. Wie das Forsa-Trendbarometer ausweist, kommen CDU und CSU hier auf 16 Prozent, die AfD auf 13 Prozent. Den Grünen trauen 8 Prozent eine Problemlösungskompetenz zu, der SPD nur 4 Prozent. Die Mehrheit — 53 Prozent der Befragten — traut schlicht keiner Partei zu, die Herausforderungen im Land zu bewältigen.

Wirtschaftspessimismus als Treiber

Der Kontext für die schlechten Werte ist klar: Die wirtschaftliche Lage Deutschlands bleibt das bestimmende Thema. Wie das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt, erwarten nur 13 Prozent der Deutschen eine Verbesserung der Wirtschaftslage, während 66 Prozent von einer weiteren Verschlechterung ausgehen. 72 Prozent trauen der Bundesregierung nicht zu, die wirtschaftlichen Probleme zu meistern.

Hinzu kommt der durch den Iran-Krieg ausgelöste Preisanstieg bei Energie und Kraftstoffen, der in der Bevölkerung direkt spürbar ist. Zwei von drei Befragten sprachen sich in derselben Umfrage für einen Preisdeckel bei Benzin und Diesel aus.

Die Datenbasis der aktuellen Erhebung: 1.503 Befragte, Zeitraum 31. März bis 2. April 2026, statistische Fehlertoleranz plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Credits: APA

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