NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat im Sommergespräch auf oe24 angekündigt, die Pensionen in Österreich „nachhaltig sichern und erhöhen“ zu wollen. Sie betont, dass es nicht um Kürzungen gehe, sondern um eine langfristige Stabilisierung des Pensionssystems.
Zentrales Instrument sei der bereits beschlossene Nachhaltigkeitsmechanismus, der die Pensionsausgaben automatisch an das Budget koppelt und Anpassungen vorsieht, sobald die Kosten zu stark steigen. „Wir wollen die Pensionen nachhaltig machen, wir wollen sie sichern und wir wollen sie übrigens auch höher machen“, erklärte Meinl-Reisinger wörtlich.
Ab dem kommenden Jahr soll zudem eine Teilpension eingeführt werden, bei der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit reduzieren und gleichzeitig einen Teil ihrer Pension beziehen können. Laut oe24 soll dieses Modell flexiblere Übergänge in den Ruhestand ermöglichen und dazu beitragen, das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen.
Wie die NEOS auf ihrer Website darlegen, ist der Nachhaltigkeitsmechanismus Teil einer umfassenden Reform, mit der bis 2030 Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro erzielt werden sollen. Neben strukturellen Anpassungen wie der Korridorpension will die Partei auch die private Vorsorge stärken.
Mit dem „Chancenkonto“ sollen junge Menschen steuerfrei in den Kapitalmarkt investieren können, um sich ein zusätzliches finanzielles Polster für das Alter aufzubauen. Nach Angaben der NEOS soll diese dritte Säule nicht nur mehr individuelle Sicherheit schaffen, sondern auch das staatliche Pensionssystem langfristig entlasten.
Credits: APA
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