Meinl-Reisinger: Eine Million für Nuss-Bäuerinnen in Burkina Faso

Meinl-Reisinger: Eine Million für Nuss-Bäuerinnen in Burkina Faso

Anstatt die Ausgaben-Liste ihrer Austrian Development Agency im Außenministerium zu durchforsten und sofortige Streichungen bei gewissen Projekten durchzuführen, liefert sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) ein irritierendes diplomatisches Scharmützel mit der Republika Srpska und mit Serbien (exxtra24 hat berichtet) und schließt für Österreich teure Getreide-Deals mit der Ukraine ab.

Eine Million Euro für Bäuerinnen in Burkina Faso

Dabei würde sich unter den österreichischen Finanzhilfen für andere Länder einiges finden lassen, wo sofort gespart werden könnte: So bezahlt die Austrian Development Agency, die frühere Abteilung für Entwicklungshilfe im Außenministerium, 1,012.986 Euro für ein Projekt „zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Frauen bei der Erzeugung von Cashew-Nüssen in Burkina Faso“. Also mehr als eine Million Euro Steuergeld werden an Bäuerinnen in dem westafrikanischen Land (23 Millionen Einwohner) verteilt, während bei Österreichs Pensionisten über die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge zusätzlich abkassiert wird.

200.000 Euro Steuergeld auch für Cashew-Anbau in Tansania

Auch nach Tansania fließen 200.000 Euro aus dem Ministerium am Wiener Minoritenplatz für den „Ausbau des Produktionsvolumens beim Anbau von Cashew-Nüssen“.

Cashew-Nüsse – oft einfach Cashews genannt – sind übrigens die Samen des Cashewbaums (Anacardium occidentale), der ursprünglich aus Brasilien stammt, heute aber vor allem in Ländern wie Indien, Vietnam, der Elfenbeinküste, Tansania und Burkina Faso angebaut wird.

Botanisch gesehen sind Cashews (APA-Bild ganz unten) keine echten Nüsse, sondern Samen. Sie wachsen außen an einem sogenannten Cashewapfel, einem saftigen Fruchtkörper, der ebenfalls essbar ist, aber nur selten exportiert wird. Der Geschmack der Cashews ist mild-nussig, leicht süßlich, sie kommen oft in Snacks oder Müslis vor – trotzdem ist für viele Österreicher vielleicht nicht ganz so nachvollziehbar, warum mit Steuergeld deren Produktion in Afrika mitfinanziert werden soll.

Klimafreundliche Produktionstechniken in Nicaragua: 90.000 Euro

Übrigens fördert das Außenministerium von Beate Meinl-Reisinger (NEOS) mit unserem Steuergeld auch den „Ausbau klimafreundlicher Produktionstechniken für Bäuerinnen in Nicaragua“ mit 90.000 Euro. Das Projekt läuft noch bis 30. Juni 2025.

In den Vereinigten Staaten hat der bekannte X- und Tesla-Milliardär Elon Musk als Regierungsberater fast alle Entwicklungshilfe-Aktionen von USAID gestoppt, es werden Milliardenbeträge eingespart.

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