Meinl-Reisinger baut Sonderbüro weiter aus: Dritter NEOS-Mann dockt im Außenministerium an

Meinl-Reisinger baut Sonderbüro weiter aus: Dritter NEOS-Mann dockt im Außenministerium an

Die Partei, die Entbürokratisierung verspricht, baut ihre eigene Ministeriumsstruktur weiter aus. Das Koordinierungsbüro im Außenministerium bekommt erneut personellen Zuwachs.

Sustala wechselt vom Parteibüro ins Ministerium

Wie heute.at unter Berufung auf eine Bestätigung einer Pressesprecherin berichtete, wird der ehemalige politische Direktor der NEOS, Lukas Sustala, künftig im Sonderbüro für Koordinierung im Außenministerium tätig sein. Seine Funktion: Koordinator für Budget und Reformpartnerschaft. Sustala war zuvor Chefredakteur von NZZ.at, danach stellvertretender Direktor der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria und schließlich politischer Direktor der NEOS – eine Funktion, die er mit dem Wechsel ins Ministerium abgibt. Seine Nachfolge als politischer Direktor der Partei übernimmt laut oe24 Christoph Hofer, der zuvor als Redakteur beim Medium Selektiv tätig war.

Ein Büro wächst – und wird teurer

Wie oe24 und heute.at berichteten, wurde das Sonderbüro für Koordinierung zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode im Außenministerium eingerichtet. Geleitet wird es von Armin Hübner, dem ehemaligen parlamentarischen Klubdirektor der NEOS. Im Jänner 2026 kam laut parlamentarischer Anfragebeantwortung ein eigener Referent für Presseangelegenheiten hinzu. Zusätzlich wurde der frühere NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry zum Stabsstellenleiter für „Strategie und Planung“ berufen. Mit Sustalас Einstieg wächst das Büro weiter. Wie heute.at berichtete, kostet die neue Stelle laut Einstufung im Bundesdienst rund 27.000 Euro – im ersten Quartal 2026 beliefen sich die Gesamtkosten des Büros auf 194.295 Euro.

Der Vergleich: Was bei ÖVP und SPÖ anders läuft

Wie oe24 festhielt, übernehmen die Koalitionspartner ÖVP und SPÖ die Koordinierungsarbeit über ihre jeweiligen Staatssekretäre – ohne eigene Sonderstruktur. Bei den NEOS ist Staatssekretär Josef Schellhorn mit Entbürokratisierung befasst und mit dieser Aufgabe nicht betraut. Außenministerin Meinl-Reisinger hat sich damit bewusst für eine eigene Parallelstruktur entschieden – die nun zum dritten Mal personell erweitert wird.

Credits: APA

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