Mehr Rüstungshilfe für Selenskyj: Russland droht mit Atomwaffen

Mehr Rüstungshilfe für Selenskyj: Russland droht mit Atomwaffen

In Washington steht ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bevor. Im Vorfeld betont die ukrainische Regierung die Bedeutung neuer militärischer Unterstützung durch die USA und ihre europäischen Partner. Gleichzeitig kommen aus Moskau Warnungen in Reaktion auf mögliche weitere Waffenlieferungen an die Ukraine.

Selenskyj bittet um Tomahawk-Marschflugkörper

Wie oe24.at berichtet, sucht Präsident Selenskyj vor seinem Besuch im Weißen Haus die Unterstützung europäischer Staaten und wirbt in den Vereinigten Staaten um die Freigabe für den Erwerb von Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. Die Finanzierung könnte über NATO-Partner erfolgen. In einer Ansprache betonte Selenskyj, dass das Gespräch mit den USA einen Beitrag zur Beendigung des Krieges leisten könne. Er hob hervor, dass insbesondere modernere Waffensysteme als Grundlage für einen dauerhaften Frieden dienen könnten.

Russische Reaktionen und Warnungen

Russlands früherer Präsident und stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, warnte laut oe24.at die US-Regierung ausdrücklich vor der Lieferung dieser Waffen an die Ukraine. Medwedew sprach dabei von der Möglichkeit einer Reaktion mit Atomwaffen, sollten die USA die Lieferung tatsächlich umsetzen.

Zudem erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Partnern bereit seien, die Kosten für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine deutlich zu erhöhen, sollte es nicht zu Friedensgesprächen kommen.

Wirtschaftliche und militärische Entwicklungen

Nach Angaben von Donald Trump arbeitet die US-Regierung daran, Verbündete wie Indien dazu zu bewegen, kein Öl mehr aus Russland zu importieren. Trump erklärte, der indische Premierminister Narendra Modi habe Bereitschaft dazu signalisiert. Eine Bestätigung aus Indien liegt dazu laut oe24.at noch nicht vor. Ziel der US-Politik ist es, Russlands Einnahmen aus dem Energiesektor zu reduzieren und so den Krieg finanziell zu erschweren.

Parallel dazu bauen Deutschland und die Ukraine ihre Zusammenarbeit im Bereich Rüstungsindustrie und Technologieförderung aus. Großbritannien kündigte an, gemeinsam mit der Ukraine Drohnen zur Verteidigung zu entwickeln und bereitzustellen.

Situation in der Ukraine

Russland setzt laut Angaben ukrainischer Behörden und internationaler Berichterstattung seine Angriffe auf Ziele in der Ukraine fort. In der nordostukrainischen Region Tschernihiw wurden durch Drohnenangriffe Menschen verletzt und Infrastruktur zerstört. Auch aus Horliwka in der Ostukraine werden weitere zivile Opfer gemeldet.

Zudem kam es nach russischen Angriffen erneut zu landesweiten Stromabschaltungen in der Ukraine, wie das Energieministerium und der Stromversorger DTEK mitteilen. Die Angriffe auf das Energiesystem belasten die Bevölkerung, insbesondere mit Blick auf die nahende Winterzeit. Das anstehende Treffen zwischen Trump und Selenskyj wird von vielen Beobachtern als potenziell wegweisend für den weiteren Verlauf des Konflikts bewertet.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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