Mega-Crash der Passwort-Sicherheit – Über 1 Milliarde Passwörter geklaut!

Mega-Crash der Passwort-Sicherheit – Über 1 Milliarde Passwörter geklaut!

Der Alptraum eines jeden Internetnutzers ist Realität geworden: Über 2 Milliarden E-Mail-Adressen und mehr als 1,3 Milliarden Passwörter wurden auf einem Schlag öffentlich – und niemand kann genau sagen, wie viele wirklich betroffen sind!

Riesiger Leak, kein einzelner Hack

Das klingt nach einem massiven Hackerangriff auf einen großen Konzern? Nein, sagt Sicherheits-Experte Troy Hunt, Betreiber der renommierten Plattform „Have I Been Pwned“ (HIBP). Er klärt auf, dass die sensiblen Daten nicht durch einen einzigen Hack stammen, sondern aus einer riesigen Sammlung von Datenlecks, die auf der Threat-Intelligence-Plattform Synthient zusammengetragen wurden (Quelle: oe24.at). Diese Daten werden von Cyberkriminellen genutzt, um mit sogenannten Credential-Stuffing-Angriffen automatisiert Konten zu übernehmen.

Alte Passwörter – neue Gefahr

HIBP-Stichproben zeigen, dass viele Passwörter trotz ihres Alters noch aktiv verwendet werden, manche sogar seit mehr als zehn Jahren (Quelle: Have I Been Pwned, Troy Hunt). Ein Betroffener bestätigte öffentlich, dass sein aktuelles Passwort im Leak auftauchte, woraufhin er seine Zugangsdaten sofort änderte. Der Leak umfasst etwa 394 Millionen Gmail-Adressen, aber insgesamt sind 32 Millionen Domains betroffen, wobei über 80 Prozent der Einträge keine Gmail-Adressen sind (Quelle: oe24.at).

So schützt du dich jetzt!

Schnelles Handeln ist jetzt Pflicht! Die erste Maßnahme: Prüfe deine E-Mail-Adresse bei „Have I Been Pwned“ (https://haveibeenpwned.com/), um herauszufinden, ob deine Daten kompromittiert wurden (Quelle: Troy Hunt). Danach solltest du starke, einzigartige Passwörter verwenden, am besten mit einem Passwort-Manager. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung solltest du unbedingt für alle wichtigen Accounts aktivieren. Und ganz wichtig: Ändere sofort alle Passwörter, die im Leak auftauchen, selbst wenn sie schon lange im Einsatz sind (Quelle: oe24.at).

Cyberkriminelle bleiben hartnäckig

Wie Troy Hunt berichtet, handelt es sich hier nicht um einen gezielten Hack großer Anbieter, sondern um eine jahrzehntelange Sammlung von Daten aus vielen Quellen (Quelle: Have I Been Pwned). Durch die häufige Wiederverwendung von Passwörtern bietet diese Datenmöglichkeit Cyberkriminellen Tür und Tor, um Profile zu übernehmen.

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x