Die dunklen Wolken über dem Imperium von Szenegastronom Martin Ho verdichten sich weiter. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) und mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist über die RHC Invest GmbH (ehemals DOTS Beteiligung GmbH) am Donnerstag das Konkursverfahren eröffnet worden. Es ist das nächste Kapitel in einer Reihe von Hiobsbotschaften für den einstigen Parade-Unternehmer.
RHC Invest ist zahlungsunfähig
Die RHC Invest GmbH, die zum Umfeld des bekannten Wiener Wirts zählt, ist offiziell pleite. Das Handelsgericht Wien hat dem Antrag der Gläubiger stattgegeben. Wie ein Sprecher gegenüber der APA bestätigte, sind von der Pleite jedoch keine Mitarbeiter betroffen. Der Grund: Die Beteiligungsgesellschaft geht laut eigenen Angaben schon seit geraumer Zeit keinen operativen Geschäften mehr nach.
Früher sah das anders aus. Zur RHC Invest gehörten einst bekannte Wiener Nachtlokale wie der „X Club“ sowie das „VIE i PEE“. Doch diese Zeiten sind vorbei. Wie unter anderem wien.ORF.at berichtet, seien die entsprechenden Beteiligungen in den vergangenen Jahren unter neue gesellschaftliche Konstruktionen gekommen. Diese stünden „seit geraumer Zeit nicht mehr im Einflussbereich der Gesellschaft“, heißt es weiter.
Was passiert mit den Clubs?
Für die Partygänger in Wien gibt es vorerst Entwarnung. Da die Nachtlokale nicht mehr direkt zur insolventen RHC Invest gehören, sind sie von der aktuellen Pleite nicht betroffen. Der Betrieb im „X Club“ und im „VIE i PEE“ soll ganz normal weiterlaufen, wie ein Sprecher betont.
Anders sieht es bei der legendären „Pratersauna“ aus. Bis zuletzt trat Martin Ho über die RHC Invest als Pächter der Location auf und vermietete sie an die Betreibergesellschaft „Prater Nostra GmbH“ weiter. Doch auch hier herrscht Krisenstimmung. Die „Prater Nostra GmbH“ ist laut Firmenbuch ebenfalls insolvent. Wie Medien berichten, ist die „Pratersauna“ in der Leopoldstadt bereits seit Mitte Dezember geschlossen.
Ho und die Schlagzeilen
Es ist nicht das erste Mal, dass Martin Ho in den Schlagzeilen steht. Der Gastronom, der einst als „Goldjunge“ der Wiener Szene galt und beste Kontakte in die Politik pflegte, kämpft seit Längerem mit negativer Presse. Zuletzt sorgten Berichte über einen Polizeieinsatz in seiner Wohnung für Aufsehen, das Verfahren wurde jedoch eingestellt. Auch wirtschaftlich scheint es an mehreren Ecken zu kriseln, wie die aktuellen Insolvenzmeldungen zeigen.
Die Eröffnung des Konkursverfahrens über die RHC Invest GmbH markiert nun einen vorläufigen Tiefpunkt in der wirtschaftlichen Entwicklung seiner ehemaligen Beteiligungen. Ob und wie sich Martin Ho von diesen Rückschlägen erholen wird, bleibt abzuwarten.
Quellen: KSV1870, wien.ORF.at, Kurier
Credits: APA
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