Martha Schultz übernimmt das Ruder: Klare Worte und Reformpläne

Martha Schultz übernimmt das Ruder: Klare Worte und Reformpläne

Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer hat Martha Schultz, eine erfahrene Tirolerin, die Führung der Wirtschaftskammer Österreich übernommen. In ihrem ersten Interview in der ZiB2 bei Martin Thür sprach sie offen über die Herausforderungen und ihre Pläne.

Reformen und Einsparungen: Ein Blick in die Zukunft

Schultz kündigte an, die Strukturen und Leistungen der Kammer genau unter die Lupe zu nehmen. „Wir starten vor Weihnachten, erste Ergebnisse soll es Anfang nächsten Jahres geben“, erklärte sie. Besonders im Fokus stehen mögliche Einsparungen, die direkt an die Mitglieder weitergegeben werden könnten. Auch die Rücklagen der Kammer, die sich auf zwei Milliarden Euro belaufen, sollen überprüft werden. „Wir werden den Vorschlägen des Rechnungshofes folgen“, so Schultz.

Gehaltssprünge: „Das war unsensibel“

Ein brisantes Thema waren die Gehaltssprünge der Funktionäre. Schultz machte klar, dass dies eine ihrer ersten Maßnahmen sei: „Eine Expertengruppe wird überprüfen, welche Entschädigungen angemessen sind.“ Die Anhebung im Frühjahr bezeichnete sie als „unsensibel“.

Pflichtmitgliedschaft bleibt

Die Pflichtmitgliedschaft in der Kammer bleibt laut Schultz bestehen. Sie betonte, dass dies sicherstelle, dass alle Mitglieder – unabhängig von ihrer Größe – am Verhandlungstisch vertreten seien.

Wie lange bleibt Schultz im Amt?

Ob Schultz langfristig Präsidentin bleibt, ließ sie offen. Sie wolle jedoch auch nach einer möglichen Übergabe als Vizepräsidentin den Reformprozess begleiten.

Quellen: oe24.at, ZiB2
Credits: APA

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