Mit einem beeindruckenden Ergebnis von 99,3 Prozent der Stimmen wurde die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz zur neuen Präsidentin des ÖVP-Wirtschaftsbundes gewählt. Die Wahl fand am Freitag in Wien statt, und Schultz tritt damit die Nachfolge des frühzeitig zurückgetretenen Harald Mahrer an. Wahlleiter Peter Haubner kommentierte augenzwinkernd: „Du hättest dich ruhig selber wählen können.“
Ein Neuanfang nach Mahrer
Die Wahl markiert das Ende einer turbulenten Phase für den Wirtschaftsbund. Harald Mahrer, der aufgrund von Gehaltsthematiken und Kommunikationsproblemen zurücktreten musste, hinterlässt große Fußstapfen. Schultz, die bereits in der Wirtschaftskammer (WKÖ) als Präsidentin tätig ist, hat jedoch klare Vorstellungen: „Weiter wie bisher ist keine Option“, betonte sie in ihrer Rede. Sie wolle den Wirtschaftsbund wieder zu einer starken Interessenvertretung machen und die heimische Unternehmerschaft als Vorbild etablieren, wie der „Standard“ berichtet.
Reformen und Einsparungen
Schultz plant umfassende Reformen. So wird die Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden drastisch reduziert. Prominente Namen wie Walter Ruck und Josef Herk verlieren ihre Positionen. Künftig wird es nur noch zwei Stellvertreter geben: Barbara Eibinger-Miedl und Andreas Wirth. Diese Maßnahmen sollen den Wirtschaftsbund schlanker und effizienter machen.
Eine Frau mit Auszeichnungen
Die 63-jährige Schultz ist keine Unbekannte. Sie wurde bereits als „Tirolerin des Jahres“ ausgezeichnet und trägt das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Ihre Erfahrung und Durchsetzungskraft wurden auch von Bundeskanzler Christian Stocker gelobt, der sie als „eine erfahrene Unternehmerin“ bezeichnete, die die Anliegen der heimischen Wirtschaft kenne.
Livestream statt Presse
Die Wahl fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Medien konnten das Geschehen lediglich über einen Livestream verfolgen. Schultz zeigte sich in ihrer Dankesrede „überwältigt“ und versprach, gemeinsam mit ihrem Team positiv in die Zukunft zu blicken.
Quellen: oe24.at, orf.at, derstandard.at
Credits: APA
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