Mandelson-Skandal: Keir Starmer unter Druck – Rücktrittsforderungen werden lauter

Mandelson-Skandal: Keir Starmer unter Druck – Rücktrittsforderungen werden lauter

Die politische Karriere des britischen Premierministers Keir Starmer steht auf der Kippe. Der Grund: Die Affäre um Peter Mandelson, den ehemaligen britischen Botschafter in den USA, und dessen Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Starmer sieht sich mit massiven Rücktrittsforderungen konfrontiert – sowohl aus den Reihen der Opposition als auch aus seiner eigenen Partei.

Mandelsons dunkle Vergangenheit

Peter Mandelson, einst ein enger Vertrauter von Epstein, wurde im September 2025 von seinem Posten als Botschafter entlassen. Wie die BBC berichtet, hatte Mandelson während seiner Amtszeit mehrfach Kontakt zu Epstein, selbst nachdem dieser 2008 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Besonders brisant: E-Mails, die Mandelson an Epstein schrieb, zeigen, dass er den verurteilten Sexualstraftäter unterstützte und ihm riet, für eine frühzeitige Haftentlassung zu kämpfen.

Starmer in der Kritik

Keir Starmer, der Mandelson im Dezember 2024 zum Botschafter ernannte, erklärte, er sei über die Tiefe der Beziehung zwischen Mandelson und Epstein nicht informiert gewesen. Laut The Guardian wurde jedoch bekannt, dass Sicherheitsbehörden Mandelson die Sicherheitsfreigabe verweigerten – eine Information, die angeblich von Beamten des Außenministeriums zurückgehalten wurde. Starmer betonte im Parlament: „Hätte ich davon gewusst, hätte ich ihn niemals ernannt.“

Rücktrittsforderungen aus allen Lagern

Die Opposition, angeführt von der konservativen Parteichefin Kemi Badenoch, wirft Starmer vor, die Öffentlichkeit belogen zu haben. Badenoch erklärte auf der Plattform X (ehemals Twitter): „Starmer hat das Vertrauen des Landes verspielt.“ Auch innerhalb der Labour-Partei wächst der Unmut. Mehrere Abgeordnete fordern offen seinen Rücktritt. Laut BBC bezeichnete der Labour-Abgeordnete Jonathan Hinder die Ernennung Mandelsons als „katastrophalen Fehler“.

Mandelsons Verteidigung

Mandelson selbst äußerte sich in einem Interview mit der BBC reumütig: „Ich habe Epsteins Lügen geglaubt und bereue es zutiefst.“ Dennoch werfen ihm neue Enthüllungen vor, vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Die britische Polizei ermittelt derzeit wegen Amtsmissbrauchs.

Ein Premierminister in der Krise

Die Affäre hat Starmer politisch schwer beschädigt. Laut BBC sehen viele Abgeordnete seine Position als „unhaltbar“. Der Premierminister versucht, die Wogen zu glätten, indem er eine vollständige Offenlegung der Dokumente ankündigte, die Mandelsons Ernennung betreffen. Doch ob dies ausreicht, um das Vertrauen der Öffentlichkeit und seiner Partei zurückzugewinnen, bleibt fraglich.

Quellen: oe24.at, BBC, The Guardian
Credits: APA

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