Linksextremismus in Bayern: 92 Prozent der Angriffe auf Infrastruktur gehen auf linke Täter zurück

Linksextremismus in Bayern: 92 Prozent der Angriffe auf Infrastruktur gehen auf linke Täter zurück

Bayern sieht sich mit einer alarmierenden Zunahme politisch motivierter Kriminalität konfrontiert. Besonders auffällig: Ein Großteil der Angriffe auf kritische Infrastrukturen wird von linksextremistischen Tätern verübt. Neue Zahlen der Bayerischen Staatsregierung werfen ein Schlaglicht auf ein oft unterschätztes Problem.

Ein besorgniserregender Trend

Die politisch motivierte Kriminalität in Bayern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Besonders betroffen sind kritische Infrastrukturen wie Schienennetze, Brücken und Energieanlagen. Laut einer Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion entfallen 92,4 Prozent der Angriffe auf die Infrastruktur auf linksmotivierte Täter. Dies entspricht 243 von insgesamt 263 dokumentierten Fällen zwischen 2019 und 2024. Im Vergleich dazu wurden lediglich 5,7 Prozent (15 Fälle) rechtsradikalen Tätern und 1,9 Prozent (5 Fälle) ausländischen Gruppen zugeschrieben.

Die Zahlen zeigen auch eine deutliche Zunahme der Fälle: Während 2019 noch 34 Angriffe auf die Infrastruktur registriert wurden, stieg die Zahl bis 2023 auf 190 Fälle an. Besonders auffällig ist der Anstieg von Brand- und Sprengstoffdelikten, die 2023 bei Linksextremisten auf 27 Fälle kletterten. Davon betrafen 16 direkt die Infrastruktur.

Regionale Schwerpunkte und Tatmuster

Die regionalen Schwerpunkte der Angriffe liegen in den bayerischen Großstädten München, Nürnberg und Augsburg. München führt die Liste der betroffenen Landkreise an, mit Höchstwerten von 1337 Fällen im Jahr 2021 bis hin zu 458 im Jahr 2024. Neben Brand- und Sprengstoffdelikten dominieren Sachbeschädigungen das Bild. Allein 2023 wurden 242 Fälle von Sachbeschädigung durch linksmotivierte Täter registriert, von denen 17 der Infrastruktur und 51 dem Bereich Handel und Wirtschaft zugeordnet wurden.

Politische Reaktionen: AfD fordert härteres Durchgreifen

Die AfD sieht in den Zahlen eine Bestätigung für ihre langjährige Kritik an der Sicherheitslage in Bayern. Richard Graupner, Sprecher der AfD für Inneres und Kommunales, betont: „Die Antworten der Bayerischen Staatsregierung untermauern eindeutig, dass die größte Gefahr für die bayerische Wirtschaft und unsere strategische Infrastruktur von linksextremistischen Tätern ausgeht.“ Er fordert ein entschiedeneres Vorgehen gegen linksextremistische Gewalt und kritisiert die bisherige Zurückhaltung der Politik.

Oskar Lipp, Sprecher des AfD-Arbeitskreises für Wirtschaft, Energie und Digitales, geht noch weiter und spricht von einem „doppelten Angriff“ auf die Infrastruktur: einerseits durch linksextremistische Täter, andererseits durch die „bewusste Zerstörung durch die eigene Regierung“. Diese Aussagen verdeutlichen die politische Brisanz des Themas und die Forderung nach einem Umdenken in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik.

Einordnung und Ausblick

Die Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Dominanz linksextremistischer Täter bei Angriffen auf Infrastruktur, Handel und Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen sie, wie stark die politisch motivierte Kriminalität in Bayern zugenommen hat. Die Forderungen nach einem härteren Durchgreifen und einer stärkeren Fokussierung auf die Bekämpfung linksextremistischer Gewalt werden lauter. Ob und wie die Politik darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Quellen: exxpress.at
Credits: APA

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