Die jüngste Abgeordnete im EU-Parlament ist mit einem der ranghöchsten zusammen. Lena Schilling (25) und der niederländische Grünen-Fraktionschef Bas Eickhout (49) haben ihre Beziehung öffentlich gemacht — innerhalb ihrer eigenen Fraktion.
Bekanntgabe in Zagreb — „sehr unangenehmer Moment“
Wie Politico als erstes berichtete, haben Schilling und Eickhout ihre Beziehung während einer Studienreise der Grünen-Fraktion in Zagreb öffentlich gemacht. Beide sind EU-Parlamentsabgeordnete — Eickhout ist Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen/EFA und damit formal Schillings Vorgesetzter in der Fraktion.
Die Reaktion der Anwesenden fiel laut Politico gemischt aus. Augenzeugen beschrieben den Moment als „sehr unangenehm“. Ein anderes Fraktionsmitglied erklärte gegenüber Politico, eine Vermischung von Arbeit und Privatleben könne „problematisch“ sein — um dann hinzuzufügen: „Aber Liebe ist Liebe.“
Fraktion informiert — Transparenzpflicht erfüllt
Der Sprecher der Grünen-Fraktion, Simon McKeagney, bestätigte die Beziehung gegenüber Politico und betonte die korrekte Vorgangsweise: „Die Bekanntgabe hat sichergestellt, dass alle Mitglieder der Fraktion über die Beziehung informiert sind und dass die Arbeit der Fraktion dadurch nicht beeinträchtigt wird.“
Im EU-Parlament gibt es keine formellen Regeln für persönliche Beziehungen zwischen Abgeordneten. Eine Offenlegungspflicht besteht jedoch dann, wenn Interessenskonflikte entstehen könnten — was bei einer Beziehung zwischen einer Abgeordneten und ihrem Fraktionsvorsitzenden naheliegend ist.
Gemeinsamer Auftritt bereits beim Klimagipfel
Schilling und Eickhout vertraten die Grünen-Fraktion im November vergangenen Jahres gemeinsam beim UN-Klimagipfel COP in Brasilien. Ein gemeinsames Instagram-Video vom Klimagipfel existiert — zu diesem Zeitpunkt war von einer Beziehung öffentlich noch keine Rede.
Schilling ist seit 2024 Abgeordnete im EU-Parlament — als damals jüngste österreichische Kandidatin der Grünen. Eickhout sitzt seit 2009 im EU-Parlament und gilt als eine der einflussreichsten Figuren der europäischen Grünen.
Credits: APA
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