Wie Herbert Kickl in Ried im Innkreis wollte auch die SPÖ eine politische Aschermittwochs-Show liefern: In Kobenz im Murtal waren zwar nur 500 Besucher, aber die Tonalität war ähnlich heftig wie bei der FPÖ in Ried, wo 2000 FPÖ-Fans zuhörten.
Den Anfang machte Max Lercher – er sagte über Herbert Kickl: „Er ist der einzige kleine Mann, auf den vergessen wurde.“ Dass bei den Blauen Ungarn zudem dauerhaft als Vorbild genannt wird, könne der Steirer nicht verstehen. „Ich habe noch niemanden jemals zu mir sagen gehört: Max, orientieren wir uns an Ungarn.“
Dann folgte Philip Kucher, der stellvertretende Klubobmann der SPÖ im Nationalrat: Herbert Kickl würde sich immer wieder an Orban orientieren, meinte Kucher, und „sich wie ein kleiner Donald Trump fühlen – auf kärntnerisch ist Kickl also ein Trampl“
Die neue Dreier-Koalition verteidigte dann der SPÖ-Politiker: „Kann so eine Koalition überhaupt funktionieren? Ich kann alle beruhigen. Die Parteien, die sich in kürzester Zeit in die Luft gesprengt haben, waren die FPÖ und ÖVP. Wir sind bei den Verhandlungen einen anderen Weg gegangen, weil wir haben für die Menschen gekämpft.“
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