Berlins Straßen verwandelten sich am Samstagabend in ein Schlachtfeld, als eine linksradikale Demonstration in offene Gewalt umschlug. Was als Protest gegen Polizei und Staat begann, endete in einer Welle der Feindseligkeit mit acht verletzten Beamten und zahlreichen Festnahmen.
„Krieg dem System“ auf Berlins Straßen
Unter Parolen wie „Krieg dem System“ und dem polizeifeindlichen Kürzel „ACAB“ (All Cops Are Bastards) versammelten sich rund 1000 Demonstranten im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Die Demonstration findet traditionell am 13. Dezember statt, ein Datum, das in der Szene als Zahlencode „1312“ für ACAB genutzt wird.
Wie die BILD berichtet, war die Stimmung von Beginn an aggressiv aufgeladen. Rufe wie „Fuck the police“ und „Jeder Bulle ist ein Ziel“ sollen schon gefallen sein, bevor sich der Zug überhaupt in Bewegung setzte. Die Lage eskalierte schnell, als die Menge durch die Stadt zog.
Böller und Flaschen fliegen
Der Protest, der am Helsingforser Platz startete, war alles andere als friedlich. Wie die Berliner Polizei bestätigte, wurden die Einsatzkräfte wiederholt mit Steinen, Flaschen und Böllern angegriffen. Laut dem Tagesspiegel musste die Polizei den Demonstrationszug mehrfach anhalten, da es immer wieder zu Angriffen und dem Einsatz von Pyrotechnik kam. Einige Teilnehmer sollen sich vermummt haben, was es den Behörden erschwerte, die Personen zu identifizieren, die verbotene Parolen riefen.
Die Polizei dokumentierte die eskalierende Gewalt auf der Social-Media-Plattform X. Sie bezeichnete die Demonstration als „unfriedlich“ und stellte fest, dass die Gewalt kurz nach Beginn des Aufzugs ausbrach. Nachdem wiederholte Durchsagen die Lage nicht beruhigen konnten, trafen die Beamten eine Entscheidung.
Polizei löst Demo auf, 18 Festnahmen
Gegen 22:25 Uhr wurde die Versammlung offiziell für beendet erklärt. „Aufgrund andauernder Straftaten in Form von Ausrufen verbotener Parolen, dem Abbrennen von Pyrotechnik und Angriffen auf unsere Einsatzkräfte […] wurde die Versammlung durch uns aufgelöst“, teilte die Polizei mit.
Wie Apollo News meldet, wurden insgesamt 18 Personen wegen verschiedener Delikte wie Landfriedensbruch und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen. Die acht verletzten Polizisten sind die traurige Bilanz einer Nacht der Gewalt, die einmal mehr die Herausforderungen für die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt verdeutlicht. Auch nach der offiziellen Auflösung der Demonstration blieben Polizeikräfte vor Ort, um weitere ungenehmigte Ansammlungen zu verhindern.
Credits: APA
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