Korruptions-Ranking: Österreich nur noch Mittelmaß – dennoch offiziell Gruppe der Absteiger!

Korruptions-Ranking: Österreich nur noch Mittelmaß – dennoch offiziell Gruppe der Absteiger!

Österreichs Image bröckelt weiter, auch wenn es auf den ersten Blick nach einem kleinen Lichtblick aussieht. Der neue Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von Transparency International (TI) für das Jahr 2025 liegt auf dem Tisch – und das Ergebnis ist alles andere als ein Grund zum Jubeln. Zwar klettert die Alpenrepublik von Platz 25 auf Platz 21, doch Experten warnen: Wir stecken immer noch tief im Sumpf!

Ein kleiner Schritt vorwärts, aber der Weg ist steinig

Es klingt fast wie eine gute Nachricht: Mit 69 von 100 möglichen Punkten hat sich Österreich im Vergleich zum katastrophalen Vorjahr (67 Punkte) leicht verbessert. Damit reicht es immerhin wieder für Platz 21 im internationalen Ranking. Doch der Schein trügt. Denn wer auf die Langzeit-Statistik blickt, dem vergeht das Lachen. Seit 2019 hat Österreich massiv Federn gelassen – ganze acht Punkte und neun Plätze ging es bergab. Wir gehören damit offiziell zur Gruppe der „Absteiger“, wie Transparency International gnadenlos analysiert. Eine echte Trendwende? Fehlanzeige!

Bettina Knötzl schlägt Alarm: „Strukturelles Problem“

Die Chefin von TI-Austria, Bettina Knötzl, redet nicht um den heißen Brei herum. Zwar nennt sie die Abschaffung des Amtsgeheimnisses einen „Meilenstein“, doch Entwarnung gibt sie keinesfalls. Wie Trend.at sie zitiert, bleibt Korruption in Österreich ein „strukturelles Problem“, das nicht nur das Vertrauen in den Staat zerstört, sondern auch unsere Wirtschaft bremst.

Die Gründe für den leichten Anstieg sind zwar da – etwa das Informationsfreiheitsgesetz und ein besserer Schutz für Whistleblower –, aber das reicht noch lange nicht, um wieder in der Top-Liga mitzuspielen. Dänemark lacht derweil von der Spitze: Mit 89 Punkten ist das skandinavische Land auch heuer wieder der „sauberste“ Staat der Welt.

Der EU-Vergleich: Wir hinken hinterher

Unsere Nachbarn im Norden (Deutschland) und im Westen (Schweiz) glänzen in den Top 10. Mit 69 von 100 Punkten landete Österreich auf dem 21. Platz und liegt im ersten Drittel, was für ein Land mit unserem Anspruch deutlich zu wenig sein sollte. Besonders bitter: Der europäische Durchschnitt stagniert. Wie der Bericht von Transparency International zeigt, kommen viele westliche Demokratien nicht mehr vom Fleck. Ganz am Ende der Fahnenstange in der EU steht erneut Ungarn mit mageren 40 Punkten.

Was jetzt passieren muss

Damit wir nicht endgültig den Anschluss verlieren, fordert TI-Austria harte Maßnahmen. Mehr Ethik-Unterricht an Schulen und Schulungen für Politiker sollen her, um das Bewusstsein zu schärfen. Denn gerade in unruhigen Zeiten braucht es saubere Hände in der Politik.

Der Index bewertet übrigens nicht die tatsächliche Anzahl an Strafverfahren, sondern die Wahrnehmung von Korruption durch Experten und Manager. Ein Wert von 0 bedeutet „hochgradig korrupt“, 100 steht für eine blütenweiße Weste. Österreich hat also noch viel Arbeit vor sich, wenn wir unsere Weste wieder reinwaschen wollen!

Quellen: oe24.at, Transparency International, Trend.at

Credits: APA

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